Evangelium vum Sonndeg / Feierdag
Evangile du dimanche / jour de fête


EVANGELIUM - JOH 11,3-7. 17. 20-27. 33B-45 / 5. Fastensonntag (A) (29/03/2020)
PASSION - MT 27,11-54/ Palmsonntag (05/04/2020)
Kurzfassung

DAS VERHÖR VOR PILATUS
Als Jesus vor dem Statthalter stand, fragte ihn dieser:
Bist du der König der Juden?
Jesus antwortete: Du sagst es.
Als aber die Hohepriester und die Ältesten ihn anklagten,
gab er keine Antwort.
Da sagte Pilatus zu ihm:
Hörst du nicht, was sie dir alles vorwerfen?
Er aber antwortete ihm auf keine einzige Frage,
sodass der Statthalter sehr verwundert war.
Jeweils zum Fest pflegte der Statthalter einen Gefangenen freizulassen,
den das Volk verlangte.
Damals war gerade ein berüchtigter Mann
namens Jesus Bárabbas im Gefängnis.
Pilatus fragte nun die Menge, die zusammengekommen war:
Was wollt ihr?
Wen soll ich freilassen,
Bárabbas oder Jesus, den man den Christus nennt?
Er wusste nämlich,
dass man Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatte. ’
Während Pilatus auf dem Richterstuhl saß,
sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen:
Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten!
Ich habe heute seinetwegen im Traum viel gelitten.
Inzwischen überredeten die Hohepriester und die Ältesten die Menge,
die Freilassung des Barabbas zu fordern,
Jesus aber hinrichten zu lassen.
Der Statthalter fragte sie: Wen von beiden soll ich freilassen?
Sie riefen: Bárabbas!
Pilatus sagte zu ihnen:
Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Christus nennt?
Da antworteten sie alle: Ans Kreuz mit ihm!
Er erwiderte: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen?
Sie aber schrien noch lauter: Ans Kreuz mit ihm!
Als Pilatus sah, dass er nichts erreichte,
sondern dass der Tumult immer größer wurde ließ er Wasser bringen,
wusch sich vor allen Leuten die Hände und sagte:
Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen.
Das ist eure Sache!
Da rief das ganze Volk: Sein Blut - über uns und unsere Kinder!
Darauf ließ er Barabbas frei,
Jesus aber ließ er geißeln und lieferte ihn aus zur Kreuzigung.

DIE VERSPOTTUNG JESU DURCH DIE RÖMISCHEN SOLDATEN
Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus,
führten ihn in das Prätorium
und versammelten die ganze Kohorte um ihn.
Sie zogen ihn aus
und legten ihm einen purpurroten Mantel um.
Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen;
den setzten sie ihm auf das Haupt
und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand.
fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen:
Sei gegrüßt, König der Juden!
Und sie spuckten ihn an, nahmen ihm den Stock wieder weg
und schlugen damit auf seinen Kopf.
Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten,
nahmen sie ihm den Mantel ab
und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an.

KREUZWEG UND KREUZIGUNG
Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.
Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Kyrene namens Simon;
ihn zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.
So kamen sie an den Ort, der Golgota genannt wird, das heißt Schädelhöhe.
Und sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war;
als er aber davon gekostet hatte, wollte er ihn nicht trinken.
Nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider,
indem sie das Los über sie warfen.
Dann setzten sie sich nieder und bewachten ihn dort.
Über seinem Kopf hatten sie eine Aufschrift angebracht,
die seine Schuld angab:
Das ist Jesus, der König der Juden.
Zusammen mit ihm wurden zwei Räuber gekreuzigt,
der eine rechts von ihm, der andere links.
Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopfund riefen:
Du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen?
Wenn du Gottes Sohn bist rette dich selbst und steig herab vom Kreuz!
Ebenso verhöhnten ihn auch die Hohepriester,die Schriftgelehrten und die Ältesten
und sagten: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.
Er ist doch der König von Israel!
Er soll jetzt vom Kreuz herabsteigen,
dann we rden wir an ihn glauben.
Er hat auf Gott vertraut,
der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat;
er hat doch gesagt: Ich bin Gottes Sohn.
Ebenso beschimpften ihn die beiden Räuber,
die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden.

DER TOD JESU
Von der sechsten Stunde an war Finsternis über dem ganzen Land bis zur neunten Stunde.
Um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme:
Eli, Eli warum hast du mich verlassen?
Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten:
Er ruft nach Elija.
Sogleich lief einer von ihnen hin,
tauchte einehen, ob Elija kommt und ihm hilft.
Jesus aber schrie noch einmal mit lauter Stimme.
Dann hauchte er den Geist aus.

(Hier knien alle zu einer kurzen Gebetsstille nieder.)

Und siehe, der Vorhang riss im Tempel von oben bis unten entzwei.
Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich.
Die Gräber öffneten sich
und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt.
Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber,
kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.
Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten,
das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie sehr
und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn war dieser!


GOTT UNTER UNS

Gott unter uns
bejubelt
enttäuscht werden sein
bald viele
die Falsches hofften

Gott unter uns
Liebe
machtlos ehrlich klein
am Weg
seiner Sendung treu

Gott unter uns
Jerusalem
bald auf Golgota
Hosanna verstummt
geschunden aus Liebe

Gott unter uns
heute
nahe bei mir
aus Liebe
verherrlicht für immer

Maria Wachtler, unveröffentlicht.


 
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