Evangelium vum Sonndeg / Feierdag
Evangile du dimanche / jour de fête


15. Sonntag im Jahreskreis (A) — MT 13,1-9 (12707/2020)

An jenem Tag verließ Jesus das Haus
und setzte sich an das Ufer des Sees.
Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich.
Und alle Menschen standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.
Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg
und die Vögel kamen und fraßen es.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,
wo es nur wenig Erde gab,
und ging sofort auf,
weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt
und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen
und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Wer Ohren hat, der höre!


SCHARF

Ich mag das alles nicht mehr hören:
Die Worte, die Begriffe, in die sie dich verpackt haben.
Die sind brüchig geworden
und deine papierene Verkleidung reißt auf.
Die Ränder sind so scharf,
dass ich mich schneide daran,
wenn ich nicht ganz vorsichtig bin.

Aus: Thomas Weiß, Hörst du mein Schweigen. Gebete der Sehnsucht. Herder Verlag , Freiburg Basel Wien 2008


 
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