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Nein zur Todesstrafe: die Welt entscheidet

Der internationale Tag gegen die Todesstrafe, wurde im Mai 2002 in Rom aufgrund einer Initiative der „worldcoalition against death penalty“ festgelegt. Diese Organisation regruppiert Nicht-Regierungsorganisationen, wie die ACAT (Action des chrétiens pour l’abolition de la torture), Juristenvereinigungen, Syndikate, lokale Kollektive und Organisationen, die sich um die Abschaffung der Todesstrafe bemühen.
Eine Justiz, die tötet, darf nicht einfach hingenommen werden.

Denn die Todesstrafe ist eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe

  • Das Recht auf Leben ist unveräußerlich und keine Autorität darf über Leben und Tod eines Menschen entscheiden.
  • Die Hinrichtung ist, wie die Folter, eine unermessliche körperliche und seelische Aggression. Der körperliche Schmerz, den ein Mensch bei seiner Hinrichtung erleidet, lässt sich nicht quantifizieren.
  • Die Justiz ist gegen einen Justizirrtum nie gefeit. Die Todesstrafe aber ist nicht rückgängig zu machen und sie kann gegen Unschuldige verhängt werden.
  • Die Todesstrafe wirkt sich auf die Kriminalitätsrate nicht stärker aus als jede andere Strafe.
  • Die Todesstrafe ist ein Racheakt, der staatliche Gewalt grundsätzlich rechtfertigt.
  • Die Todesstrafe ist diskriminierend. Sie wird unverhältnismässig oft gegen Arme, geistig Behinderte oder Angehörige von ethnischen oder religiösen Minderheiten verhängt.
  • Mit dem Rückgriff auf die Todesstrafe wird der Eindruck erweckt, ein Mensch könne völlig wertlos und nicht mehr resozialisierbar sein, und Töten sei unter bestimmten Umständen zulässig. Eine Regierung ist es sich schuldig, das menschliche Leben zu schützen und nicht zu zerstören.
  • In den allermeisten Fällen wird das Todesurteil im Anschluss an einen unfairen Prozess gefällt. Häufig wird die Todesstrafe aufgrund von „Geständnissen“ verhängt, die unter Folter erpresst worden sind.
 
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