Paroisses
 

Wat ass en Diakon?

Welche Funktion hat der Diakon?

In der Kirchenkonstitution heißt es: „Mit sakramentaler Gnade gestärkt, dienen die Diakone dem Volke Gottes in der Diakonie (Dienst) der Liturgie, des Wortes und der Liebestätigkeit in der Gemeinschaft mit dem Bischof und dem Presbyterium.

Hieraus folgt, dass der Diakon in seiner helfenden Funktion in der Liturgie und in der caritativen Arbeit seinen Platz hat. So fordert es schon 1977 die Deutsche Bischofskonferenz: „Die Verengung, den Diakon entweder bloß mit sozialen Diensten oder bloß mit liturgischen Funktionen zu betrauen, muss überwunden werden.“ Papst Paul VI. fasst in seinem Apostolischen Schreiben über den Weihestand des Diakons zusammen: „Alle diese Aufgaben sind in vollkommener Gemeinschaft mit dem Bischof und seinem Presbyterium auszuüben, das heißt, unter der Autorität von Bischof und Priester, die an dem betreffenden Ort die Leitung der Seelsorge haben.

Ist ein Diakon verheiratet?

Die Diakonenweihe kann sowohl verheirateten Männern als auch unverheirateten Männern
erteilt werden, wobei für diese dann der Zölibat verpflichtend bleibt. Einen verheirateten Diakon nennt man auch ständigen Diakon, da er nicht die Priesterweihe empfangen kann. Priesteramtskandidaten müssen mindestens ein halbes Jahr den Dienst des Diakons ausüben, um vor der Priesterweihe in der pastoralen Praxis einer Pfarrgemeinde grundlegende Erfahrungen für die Seelsorge zu sammeln. Mit der Priesterweihe wird die Diakonenweihe nicht aufgehoben oder „weggeweiht“, sondern bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Priestertums bzw. des Bischofsamtes. Auch der Papst ist Diakon. Um dieses grundlegende Amt offiziell auszudrücken, trägt der Papst unter anderem z.B. auch den Titel Diener der Diener Christi.

Welche Ausbildung hat ein Diakon?

Die Weihe eines Diakons setzt den Abschluss eines theologischen Studiums (Hochschule, Fernkurs oder bistumseigenes Institut) und in der Regel eine vierjährige Ausbildungszeit in einem Bewerber- bzw. Diakonatskreis voraus. Der ständige Diakon übt sein Amt nach der Weihe entweder im Nebenberuf aus, d.h. er hat anderswo seinen Haupterwerb („Zivilberuf“), oder wird vom Bistum als hauptberuflicher Diakon übernommen.

Die meisten ständigen Diakone sind allerdings Diakone mit Zivilberuf.

In welchen Bereichen der Liturgie ist der Diakon tätig?

Der Diakon ist Kraft seiner Weihe bevollmächtigt, bei Abwesenheit des Priesters oder in
dessen Auftrag, die ihm zukommenden Feiern von Sakramenten und Sakramentalien
selbständig zu leiten. Hierzu gehören:

  • die Leitung der Taufe,
  • die Leitung der Trauung,
  • die Leitung von Wortgottesdiensten verschiedener Art (mit und ohne Kommunionausteilung),
  • die Leitung des Begräbnisses,
  • die Leitung von Segnungen verschiedener Art,
  • die Spendung der Kranken- bzw. Hauskommunion,
  • die Leitung von Prozessionen,
  • die Aussetzung des Allerheiligsten und die Erteilung des eucharistischen Segens.

Welche Aufgaben hat der Diakon in der Eucharistiefeier?

In der Eucharistiefeier assistiert der Diakon dem Priester und kann grundsätzlich folgende Aufgaben übernehmen:

  • Er kann beim Einzug und beim Auszug das Evangelienbuch oder das Lektionar tragen.
  • Er begleitet den Zelebranten und assistiert ihm.
  • Er hilft bei der Inzens und inzensiert den Zelebranten und die Gemeinde.
  • Er richtet an die Gemeinde Anrufe und Einladungen und kann ihr einführende Hinweise geben.
  • Er kann die Homilie (Predigt) halten.
  • Er hilft dem Zelebranten beim Entgegennehmen der Gaben.
  • Er bereitet den Altar und den Kelch.
  • Er überreicht dem Zelebranten Hostienschale und Kelch.
  • Er bringt den Friedensgruß in die Gemeinde.
  • Er sorgt nach der Kommunion für die Reinigung der Gefäße und das Herrichten des Altares.
  • Er entlässt die Gemeinde (Gehet hin in Frieden…).

Gibt es besondere Aufgaben des Diakons?

Ja:

  • Zu den wesentlichen liturgischen Aufgaben des Diakons gehört die Verkündigung des Wortes Gottes. Dem Diakon steht es daher immer zu, das Evangelium vorzutragen. Selbst in einer Messe, die der Papst hält, hat der Diakon das Recht, das Evangelium zu verkünden. Vor der Verkündigung des Evangeliums bittet er um den Segen des Priesters:
    Diakon: Ich bitte um den Segen
    Zelebrant: Der Herr sei in deinem Herzen und auf deinen Lippen, damit du Sein
    Evangelium würdig verkündest + im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
  • Zu den herausragenden liturgischen Vollzügen des Diakons gehört in der Osternacht die Präsentation der Osterkerze vor der Gemeinde. Diese erfolgt mit dem dreimaligen: Lumen Christi! (das Licht Christi!) Worauf die Gemeinde antwortet: Deo Gratias! (Dank sei Gott!). Hierauf wird das Osterlob (Exultet) gesungen, welches nach alter kirchlicher Tradition ebenfalls dem Diakon zugedacht ist.

Welche Kleidung trägt der Diakon in der Liturgie?

  • Der Diakon trägt in der gottesdienstlichen Feier immer ein entsprechendes liturgisches Gewand, welches sich nach Fest, Zeit und Anlass richtet. In der Eucharistiefeier trägt der Diakon wie der Priester als Untergewand die Albe. Im Unterschied zum Priester trägt der Diakon die Stola von der linken Schulter quer zur rechten Schulter. Darüber kann er stets ein festliches Gewand tragen, die sog. Dalmatik. Die Dalmatik ist eine Art verkürztes Messgewand mit Ärmeln (die Gewandform stammt wohl aus Dalmatien aus der Zeit des 3. Jh.).
  • Außerhalb der Messe kann der Diakon Talar, Chorrock und Stola tragen.
  • Da der Diakon aufgrund der Weihe dem Klerikerstand angehört, ist er berechtigt, auch im Alltag geistliche Kleidung zu tragen (Kollar-Hemden bzw. „Priesterkragen“). Da diese Kleidung Erkennungszeichen des Klerus allgemein ist, unterscheidet sich der Diakon in diesem Bereich nicht vom Priester. Erst die liturgische Kleidung macht den Unterschied sichtbar.
 
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