Paroisses
 

Geschicht

1. Pfarrverband „Äischdall“

Wie überall in unserer Erzdiözese, machte sich auch im Westen des Landes der riestermangel bemerkbar. Im Jahre 1998 wurde der Dechant von Koerich, Alphonse Lichter, nach revenmacher versetzt, und die Pfarrei Koerich wurde vakant.

Ein erster Pfarrverband wurde am 30. Juli 1998 gegründet für die Pfarreien Eischen, Hagen-Kleinbettingen, Hobscheid, Koerich und Steinfort, mit den Herz-Jesu-Patres Jean-Jacques Flammang (Pfarrer in Hagen-Kleinbettingen seit 1988), Pater Paul Birsens (Pfarrer in Eischen seit 1977 und Hobscheid (seit 1997) und Pater Paul Raths (Pfarrer in Steinfort seit).

Nach dem Tode von Pater Paul Raths übernahm Pater Jean-Jacques Flammang auch die Pfarrei Steinfort und hatte somit die Seelsorge in den beiden Pfarreien der Gemeinde Steinfort inne. Nach der Pensionnierung von Pater Paul Birsens im Jahre 2002 übernahm Pater Flammang ebenfalls die Pfarrei Koerich, derweil Pater Birsens in Eischen und Hobscheid von Pfarrer Michel Majerus abgelöst wurde, welcher sich im Sommer 2003 im Hobscheider Pfarrhaus niederließ bis zu seiner Versetzung nach Luxemburg-Merl im Herbst 2009. Im Jahre 2009 übertrug der Orden der Herz-Jesu-Priester Pater Flammang neue Aufgaben, so dass ein neues Seelsorgeteam eingesetzt wurde mit den Patres Théo Klein, Nico Turmes und Alfred Nothum.

Im Oktober 2010 erhielt der Pfarrverband den Namen „Parverband Käerch“, und seit 2014 den Namen „Parverband Äischdall“, unter der Leitung des Seelsorgeteams, bestehend aus den Herz-Jesu-Patres Nico Turmes (Pfarrer und Moderator), Théo Klein (Pfarrer) und Edy Anen.

2. Pfarrverband „Helpert“

Bis 2004 waren die Pfarreien des Pfarrverbandes Helpert relativ unabhängig voneinander.

Die größte Pfarrei Bissen hatte bis 1991 ihren eigenen Pfarrer. Nach der Pensionnierung von Pfarrer Aloyse Mossong wurde die Pfarrei Bissen in den Pfarrverband Mersch eingegliedert und wurde von Dechant Ferdy Fischer verwaltet.

Etwas einheitlicher waren die Pfarreien der Gemeinde Böwingen/Attert. Nach dem Weggang von Pfarrer Franz Simon im Jahre 1962 in Buschdorf, übernahm der Böwinger Pfarrer Jos Hansen die Verwaltung. Im Jahre 1965 wurde Pfarrer Félix Eischen von Brouch nach Biwer versetzt, und Pfarrer Hansen übernahm die Verwaltung der Pfarrei Brouch. Nach seiner Versetzung nach Esch-Grenz wurde Charles Guill Pfarrer in Böwingen/Attert und Pfarrverwalter in Buschdorf und Brouch bis zum Jahre 1997. Nach seiner Pensionnierung übernahm er aber noch sämtliche pastorale Dienste unter der Leitung von Moderator Ferdy Fischer bis zum Jahre 2004. 34 Jahre wirkte Pfarrer Guill segensreich in den drei Pfarreien der Gemeinde Böwingen/Attert.

Als 1985 Pfarrer Joseph Simminger Abschied nahm in Saeul, wurde Herz-Jesu-Pater Camille Ferber Pfarrer in Saeul und Pfarrverwalter in Greisch und Tüntingen bis zum Jahre 2004. Die Pfarrei Greisch wurde von 1953 von Saeul aus verwaltet, als Pfarrer Jean-Pierre Lahr, letzter im Greischer Pfarrhause wohnender Pfarrer, als Pfarrer nach Saeul versetzt und zum Pfarrverwalter in Greisch ernannt wurde. Die Pfarrei Tüntingen hingegen hatte in der Person von Pater Henri Engels o.m.i. ihren eigenen Pfarrer bis zum Jahre 1978. Von 1978 bis 1985 war der Merscher Dechant René Fisch Pfarrverwalter in Tüntinger, derweil der Pfarrer von Simmern, Victor Heiderscheid, die Seelsorge in der Pfarrei Tüntingen versah. Ab 1985 übernahm dann Pater Camille Ferber die Pfarrverwaltung in Tüntingen bis zum Jahre 2004.

Etwas glücklicher war die Pfarrei Simmern zu schätzen, mit ihren Filialen Ehner und Calmus. Nach der Pensionnierung von Pfarrer Victor Heiderscheid im Jahre 1995 bekam die Pfarrei mit dem pensionnierten Professor Anatole Schlesser ihren eigenen Geistlichen, welcher die Geschicke der Pfarrei als Pfarrverwalter bis zum Jahre 2004 versah und im Pfarrhause in Simmern lebte.

Etwas problematisch wurde es mit der Filiale Roodt (Eisch). Die Ortschaft Roodt gehört zur Gemeine Simmern, lag aber im Pfarrsprengel von Nospelt. Als Pfarrer René Jungels die Pfarrei Nospelt verließ, wurde die Seelsorge dem Pfarrer von Simmern anvertraut, obwohl Roodt auch weiterhin zur Pfarrei Nospelt gehörte. Da sich die Kirchenfabrik von Nospelt von der Kapelle in Roodt trennte, und die Kirchenfabrik von Simmern nicht für die Kapelle von Roodt zuständig war, entstand hier ein Vakuum, dem erst mit der Gründung der neuen Pfarrei Äischdall-Helpert ein Ende gesetzt wird. Obwohl Roodt seelsorglich betrachtet, zum Pfarrverband Helpert gehörte, wurde diese de-facto Umpfarrung von Nospelt nach Simmern nie kirchenrechtlich aktiert und auch gemäß den bis vor kurzem geltenden geseltzlichen Bestimmungen staatlicherseits nie anerkannt.

Mit der Installation des gemeinsamen Pfarrers Joël Santer mit Sitz in Brouch wurde der Pfarrverband Helpert am 12. September 2004 gegründet. So wurde Pfarrer Santer zum Pfarrer von Bissen, Böwingen/Atert, Buschdorf, Brouch, Greisch, Saeul, Simmern und Tüntingen, sowie zum Verwalter der Filiale Roodt (Eisch) ernannt. Dieser Pfarrverband wurde durch erzbischöfliches Dekret vom 28. Mai 2007 von Erzbischof Fernand Franck auf dem Helperknapp offiziell errichtet. Die Übergangsform vom „Pfarrverband“ dauerte als fast zehn Jahre, bis zur Errichtung der neuen Pfarrei Äischdall-Helpert.

3. Neue Pfarrei St. Willibrord Äischdall-Helpert

Seit Jahren plante die Bistumsleitung eine Neueinteilung der Pfarrlandschaft im Erzbistum. Von 274 Pfarreien in 67 Pfarrverbänden, aufgeteilt in 13 Dekanter und 5 Pastoralregionen, soll die Bistumskarte neu eingeteilt werden in 33 Pfarreien und 6 Dekanate.

Bedingt, dass am 25. Mai 2014 die Mehrheit der Einwohner der Gemeinden Hobscheid und Simmern sich für eine Gemeindefusion aussprachen, stand die Frage im Raum : verlassen die Pfarreien Greisch und Simmern, sowie die Filiale Roodt den Pfarrverband Helpert, und bilden mit dem Pfarrverband Äischdall eine neue Pfarrei, oder verlassen die Pfarreien Eischen und Hobscheid den Pfarrverband Äischdall, und bilden mit dem Pfarrverband Helpert eine neue Pfarrei ? Nach verschiedenen Anhörungen seitens der Bistumsleitung und der Pfarrgremien entschloss Erzbischof Jean-Claude Hollerich, dass die Pfarreien Eischen und Hobscheid, zusammen mit den Pfarreien des Pfarrverbandes Helpert eine neue Pfarrei bilden werden, und zwar die Pfarrei „Äischdall-Helpert“, derweil die restlichen Pfarreien des Pfarrverbandes Äischdall die neue Pfarrei „Äischdall“ bilden werden.

Am 6. Mai 2017, um 23:59 Uhr wurden die Pfarreien Eischen, Bissen, Böwingen/Attert, Buschdorf, Brouch, Greisch, Hobscheid, Saeul, Simmern und Tüntingen aufgelöst , und ab 7. Mai 2017, um 0:00 Uhr, wurde die neue Pfarrei Äischdall-Helpert geboren.

4. Frühere Pfarreien der Pfarrei Äischdall-Helpert

  • Pfarrei St. Stephanus Bissen (vor 1389 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Bissen und Roost. Neben der mächtigen Dorfkirche gibt es in Bissen die auf dem Woberg gelegene Devotionskapelle zum Heiligen Kreuz. Bis in die sechziger Jahre hatte Bissen, neben seinem Pfarrer, auch einen eigenen Vikar.

  • Pfarrei Mariä-Geburt Böwingen/Attert (26.07.1854 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Böwingen/Attert, Bill, Finsterthal und Grevenknapp. Die Pfarrei Böwingen wurde 1854 von der Mutterpfarrei Buschdorf getrennt.

  • Pfarrei St. Johannes der Täufer Buschdorf (30.08.1805 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaft : Buschdorf. Buschdorf ist die Nachfolgepfarrei der alten Pfarrei Helpert, deren Sitz vom Helperknapp im Jahre 1805 ins Tal nach Buschdorf verlegt wurde, nachdem ein Wirbelsturm im Jahre 1804 die Pfarrkirche auf dem Helpert verwüstet hatte. Zur Pfarrei gehört natürlich auch das Heiligtum vom Helperknapp mit der Johannes-Kapelle und die Heilquelle des heiligen Willibrord. Der Legende nach soll der heilige Willibrord hier gepredigt und getauft haben.

  • Pfarrei St. Matthias Brouch (05.04.1906 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Brouch und Openthalt. Die Pfarrei Brouch wurde 1906 von der Mutterpfarrei Buschdorf getrennt.

  • Pfarrei St. Petri Ketten Eischen (24.01.1803 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Eischen und Gaichel. Die Pfarrei Eischen wurde im Jahre 1803 von der Pfarrei St-Martin Arlon getrennt. Zur Pfarrei Eischen gehört auch die kleine Devotionskapelle auf „Rentert“ im belgischen Staatsgebiet auf dem Gebiet der Stadt Arlon.

  • Pfarrei St. Maximin Greisch (15. Jht. – 06.05.2017)

Dazugehörende Orschaften : Greisch und Léisbech. Die Pfarrei Greisch ist eine der allerersten Pfarreien der Diözese, die keinen eigenen Pfarrer mehr vor Ort hatten (ab dem Jahre 1953).

  • Pfarrei St. Nikolaus Hobscheid (1805 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Hobscheid und Kreuzerbuch. Die Pfarrei Hobscheid wurde 1805 von der Pfarrei Elvingen (Schweecherdaul) getrennt. Am 30. Dezember 1976 fiel die Pfarrkirche einem Großbrand zum Opfer. Am 15. Juli 1979 wurde die wiederaufgebaute Kirche durch Bischof Mgr Jean Hengen neu konsekriert.

  • Pfarrei St. Hubertus Saeul (11.-12. Jht – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Saeul, Kapweiler und Schwebach. Die Pfarrei und Ortschaft Saeul ist dem heiligen Hubertus geweiht, während als Titelfest der Kirche die Himmelfahrt Mariens fungiert. Somit ist der Titel der Kirche verschieden vom Patronatsfest der Ortschaft Saeul.

  • Pfarrei St. Martin Simmern (vor 1272 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Ehner, Calmus und Simmern. Bis Anfang der fünfziger Jahre amtierte neben dem Pfarrer von Simmern ebenfalls ein Kaplan in Calmus.

  • Pfarrei St. Peter & Paul Tüntingen (vor 1128 – 06.05.2017)

Dazugehörende Ortschaften : Ansemburg, Bour, Hollenfels und Tüntingen. Bis nach Ende des zweiten Weltrkrieges amtierte neben dem Pfarrer von Tüntingen ebenfalls ein Kaplan in Hollenfels und zeitweise ein Benefiziat (Privatpriester) in Mont-Marie (Privatkapelle des Grafen von Ansemburg). Zur Pfarrei gehört auch das frühere Dominikanerinnenkloster Marienthal, in welchem die selige Yolanda von Vianden Priorin von 1248 – 1283 war. Die frühere Klosterkirche von Marienthal wurde entweiht.

 
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