Éiter

Daten zur Pfarrkirche

Länge: 27,15 m; Breite: 9,25 m
Jahr der Erbauung: 1757, vergrößert 1900 (Chor) und 1902 (Turm)
Datum der Konsekration: 31. Mai 1902
Geweiht dem Hl. Martin
Pfarrpatron: Hl. Bartholomäus

Vor 1757 hat es schon eine kleine Kirche in Oetringen gegeben, wurde aber im 16. Jahrhunder entweiht durch kriegerische Taten

Historische Daten

Nach dem Kirchenverzeichnis von 1787 gehören zur Pfarrei die Filiale Schrassig und der Hof Kackert.

Bei der Neugliederung der kirchlichen Organisation in Napoleonischer Zeit, wurde Oetringen mit Schrassig, dem Hof Kackert und dem Hackenhof, Sukkursale der Kantonalpfarrei St Peter im Kanton Luxemburg-Süd.

893, 897, 912: Bestätigung des Besitzes der Grundherrschaft Schrassig an die Trierer Benediktinerabtei St Maximin durch König Arnulf, König Zwentibold und König Karl der Einfältige.
Die Pfarrei Oetringen ist eine der ältesten Pfarreien des Luxemburger Landes. In der päpstlichen Urkunde vom 12. April 1128, welche die Verlegung der im Jahre 983 von den ältesten Pfarreien des Landes gelobten Wallfahrt nach Trier in die Kirche Maria-Münster zu Luxemburg bestätigte, wird sie bereits vermerkt.

Im 14. Jahrhundert erhob der Abt von St Maximin den Zehnten im Hof und der Pfarrei Oetringen. Er war der Grundherr von Oetringen, wie von Schrassig, das ihm schon länger gehörte.
„Nikolaus von Pforzheim“, Kollator von Oetringen, fand 1585 seine letzte Ruhestätte in der Kirche von Oetringen.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg, genauer in einem Dokument von 1681, verlieh die Abtei St Maximin die Pfarrei Oetringen an das Stift St Paulin in Trier und das Kloster der adeligen Jungfrauen in Differdingen.

Im 17. Jahrhundert zeitweise unbenutzbar geworden, bestätigt eine „Expertenvisite“, am 2. Juni 1757, dass der Chor der Pfarrkirche „fundamentaliter neu aufzubauen sei“. Dies geschah zwischen den Jahren 1757 und 1759. Am 11. Dezember 1759 erklärt St Paulin bei Trier, dass die Pfarrkirche vollends neu aufgebaut worden sei.

Die Glocken

Die älteste Glocke der Pfarrkirche, und 90 kg schwer, wurde im Jahr 1803 von Mabillon in Saarburg gegossen.

Am 11. Mai 1884 wurde sie durch zwei neue Glocken ersetzt, bestehend aus 78 % russischem Kupfer und 22 % Zinn, gegossen von der Firma Causard in Colmar (Elsass).

Die Große wiegt 8 Zentner und die Kleine 6 Zentner. Sie ergeben die Schlagtöne do und si-bémol. Die Große ist dem Hl. Bartholomäus, Pfarrpatron, gewidmet und die Kleine der Hl. Maria.
1902 wurde die Kirche durch den Glockenturm vergrößert. Zu den beiden letzten Glocken kam noch eine auf Wunsch von Pfarrer Staud hinzu. Durch Spenden der Pfarrmitglieder konnte am 18. Mai 1947 die neue Glocke, 15 Zentner schwer, gegossen von der Firma Ruetsch A.G. in Aarau (Schweiz), abgestimmt auf den Ton sol, geweiht werden.

1948 kam eine vierte Glocke in mi-bémol hinzu.

Die Holztäfelung stammt aus dem Jahr 1931. Mit der Ausführung wurde der Bildhauer Michael Jungblut aus Remich beauftragt. Die Holztäfelung sollte einerseits das Konterfei großer Heiliger darstellen, andererseits die 7 Sakramente.

Das Chorgestühl ist älter. Es wurde aus Chorstallen hergestellt, die die Familie Filleul aus Schrassig der Kirche im Jahr 1931 schenkte.

In den Jahren 1962 bis 1972 wurden unter Pfarrer Norbert Relles größere Umbau– und Renovierunsarbeiten vorgenommen.

1963: Neue Sakristei.

Am 26. März 1963 schlägt der Blitz in den Kirchturm ein.

1964: Neue Beleuchtung

1965: Neuer Fußboden aus Sollenhofener Platten und Legen von Marmorstufen durch die Firma Bertrand aus Munsbach.

Im März 1966 wird von den zwei Antipendien der Seitenaltäre aus dem Jahre 1717, der Altar nach den Richtlinien des 2. vatik. Konzils, „versus populum“, von Schreiner Koppes aus Oetringen zusammengesetzt.

Die Kirchenfenster von Franz Gillen aus dem Jahr 1966

Herr Gillen ist in Echternach geboren, lebte in Frankreich und seine Arbeiten finden sich auch in Nordamerika und Kanada.

Von ihm stammen auch die Fenster des „Denzelt“ in Echternach, die zwei großen Querschifffenster der Basilika sowie die Reihe der nördlichen Hochfenster mit den Benediktinerheiligen, in Bonneweg ein großes Marienfenster, in der Piuskirche von Belair der Fries in Glasbeton der Südseite.

Entsprechend dem von der „Comission de Surveillance des Bâtiments religieux“ aufgestellten Heiligkeitsprogramms wurden die zentralen Chorfenster sowie die Gruppenfemster des Querschiffs starkfarbig gehalten, die seitlichen Chorfenster und die Fenster im Schiff dagegen hell. Die Nordseite in kühleren Tönen, die Sonnenseite dagegen in warmen Rottönen.

1966-1968 Renovierung des Hauptaltars und der Nebenaltäre

Im November 1966 werden die Aufsätze der Nebenaltäre wieder angebracht, renoviert von Herrn Jungblut aus Remich.

1967: Renovierung des Hauptaltars und neue skulptierte Muttergottesstatue, sowie der Kreuzweg sind von Herrn Emile Hulten aus Esch-Alzette.

1967: Aufstellen des neuen Beichtstuhles.

Kaart

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