Ausgestaltung

Die Ausgestaltung der Stätte

Im Jahre 1876, mehr als ein Jahrhundert nach der Auffindung also, war die Felsnische, welche die Statue beherbergte, verwittert. An gleicher Stelle erbaute man der Muttergottes ein Kapellchen, das bereits in der Nacht zum 19. Mai 1901 zum größten Teil ein Raub der Flammen wurde. Auch die kleine Statue wurde dabei vollständig vernichtet. Um das zerstörte Kleinod zu ersetzen, erwarb Pfarrer Jean Kaiffer (1888-1902) eine Statue der schmerzhaften Muttergottes aus witterungsunbeständiger Terrakotta in Trier. Bereits 1915 musste Pfarrer Jean-Pierre Kayser (1913-1920) eine neue Statue - diesmal aus Stein - bei der Firma Stehres in Luxemburg in Auftrag geben. Dechant Pierre Nommesch, ehemals Pfarrer in Kayl (1902-1913) und späterer Landesbischof, nahm im Mai 1915 die Einsegnung vor. Etwa 4000 Pilger verfolgten dieses Ereignis auf dem engen und unwegsamen Gelände.

Die Pläne einer grundlegenden Umgestaltung der „Léiffrächen“ und ihrer näheren Umgebung realisierten sich unter Pfarrer und Lokalchronist Jos Dupong (1932-1957). Im Herbst 1936 wurde eine neue, größere Grotte aus Minettesteinblöcken gebaut, die äußerlich einem Grubeneingang nachempfunden ist und sich daher bestens in die Landschaft einfügt. Auch der Zugang zur Grotte wurde durch größere Umarbeiten erleichtert. Zur gleichen Zeit entstanden eine Kanzel und eine zur Anhöhe führende Treppe aus Stein. Am Fest Christi Himmelfahrt 1937 sollte schließlich die vierte und letzte Statue der Muttergottes in der nunmehr neuen Umgebung aufgestellt und durch Msgr. Origer, der 1942 in Dachau starb, eingesegnet werden. Dieses Gnadenbild aus Eichenholz stammt aus der Werkstatt Nickels-Bomb. Wieder begleitete eine große Pilgerschar die Einsegnungsfeierlichkeit.

 
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