Die Dionysiuskirche von Oberkerschen

Mittelpunkt des Dorfes ist die auf der Anhöhe 1744 neu errichtete Kirche.

Über dem Eingangstor befindet sich ein fein skulptierter Schluβstein mit dem Geburtsjahr „Anno 1744„. Der als Kartusche ausgearbeitete Schluβstein , weist daraufhin, dass es sich bei der Kirche um eine Rekonstruktion handelt: „ Reaedificatum 1740“.

In der Vorhalle sieht man eine elegant skulptierte Eckkonsole und ein mächtiges Kreuz mit einer eindrucksvollen Christusfigur. Hinter der Taufnische mit Taufbecken befindet sich ein Farbfenster, das von D.D.Nic. Littert gestiftet und vom Atelier W.H. Jansen aus Trier ausgeführt wurde. Es zeigt die Taufe Jesu im Jordan.

Im Innenraum der Kirche befinden sich drei Altäre.

Der mächtige Hochaltar mit seinem Barockaufbau, den anmutigen Englsgestalten, den reichskulpierten Kapitellen. Hoch oben am Hauptaltar, auf dem Gesimse der Säulen, sitzen links und rechts groβe Engel auf einer zur Spirale geformten Volute.

Das Hauptgemälde des Hauptaltars ist der Dreifaltigkeit gewidmet. Die Darstellung der Hl. Familie wird auf beiden Seiten optisch durch eine doppelte Spiralgirlande abgestützt; auf den beiden Eckspiralen knien zwei Engeln in vornehmster Eleganz.

Das Zentrum des Hauptaltars ist der Tabernakel ,den zwei schwungvolle Engelfiguren bewachen und zwei Putten bekrönen.

Der reichskulpierte Antependium des Hochaltars ist ein Kunstwerk der Barockschnitzerei.

Der linke Seitenaltar, der Marienaltar, ist der Muttergottes gewidmet.

Links steht eine Statue des hl. Evangelisten Johannes und rechts des hl. Rochus, beide Statuen stehen unter einem zur Muschel geformten Baldachin, aus dem ein korinthisches Kapitell emporwächst.

Der Evangelist Johannes ist dargestellt mit Tintenfaβ, Schreibfederetui und Adler. Die Statue des Pestheiligen Rochus wird dargestellt mit dem Kind, das auf die Pestbeule zeigt und dem Hund, der ihm das tägliche Stück Brot bringt.

Der rechte Nebenaltar, der Sankt-Josef-Altar weist in seinem Antependium bereits auf das tragische Ende hin: zwei Engeln bekrönen das Golgatha-Kreuz. Die Josefsstatue mit Kind ist neueren Datums. Auf der linken Seite des Altars steht die Statue des Evangelisten Lukas mit dem Stier, rechts St.Bernhard mit Mönchskutte, Kreuz, Ordensregel und Mönchstonsur.

Auf dem halbkreisförmigen Gesimse der beiden Seitenaltäre liegen Füllhörner mit Früchten und Blumen. Eine zum flammendem Herzen gebundene Vase krönt beide Seitenaltäre.

Die Kommunionbank ist mit Rokokoornamenten verziert.

Im Chor steht ein holzgeschnitztes Lesepult, dessen Bildwerk die Symbole der vier Evangelisten aufzeigt.

Der Predigtstuhl stützt sich augenscheinlich auf eine prachtvolle Plastik, die Samson darstellt, wie er dem Löwen das Maul als Beweis seiner Stärke aufreiβt. Die Gesamtansicht des Predigtstuhls ist ein Meisterwerk einheimischer Kunstschnitzarbeit des 18. Jahrhunderts.

Im Detail des Predigtstuhls sieht man auf der Kanzel die Darstellung der Evangelisten Johannes und Markus , Matthäus und Lukas mit ihren Attributen - die Taube als Symbol für den Hl. Geist, umgeben von Strahlen und Flammen unter dem Schalldeckel, sowie den beflügelten Engelskopf am Schalldeckel.

Auf dem Baldachin thront Gottvater als segnender Weltherrscher, umringt von Engeln .

Die Rampe ist reich skulpiert mit Füllhorn und Blumenranke

An den Wänden des Kirchenschiffs befinden sich Konsolenkapitelle sowie die Statuen des hl. Sebastianus und dem hl. Dionysius, der seinen abgeschlagenen Kopf in der Hand trägt.

Die Kreuzwegstationen aus Lindenholz wurden 1980 im Kunstatelier Bernhard Wehling in Kevelaer hergestellt.

Die Kirchenfenster zeigen den Kirchenpatron Dionysius, Sebastianus, Willibrord und Josef als Zimmermann.

Am 15. August 1761 wurde die Dionysiuskirche feierlich durch den Trierer Weihbischof J.N. von Hontheim konsekriert. Somit kann im Jahre 2011die Pfarrei Oberkerschen 250 Jahre Konsekration begehen.

Quelle Heimat und Mission 6/1983

 
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