Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus

Liebe ältere Mitchristen,

ein herzlicher Gruss an Sie alle, ob zuhause oder in einer Seniorenresidenz, im Krankenhaus, einer Reha,…
Schon lange konnten wir uns nicht mehr zum Seniorengottesdienst in Roodt/Syr mit anschlieβendem gemütlichen Beisammensein begegnen. Wir vermissen das und hoffen auf ein Wiedersehen, wenn die Impfaktionen und anderen Vorsichtsmaβnahmen ein gröβeres Treffen wieder erlauben.

Ich möchte Ihnen aber einen kleinen lieben Beitrag von meinem Kollegen Diakon Christian Mailänder mit in ihren Alltag senden.

Falls Sie ein persönliches Gespräch wünschen, die Krankenkommunion empfangen möchten oder Fragen haben, können Sie mich unter folgender Tel.nr: 004915129901927 oder über das Parbüro (Tel. 750063-1) erreichen.

Monika Tombers


Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus,
lass uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorüber gehn.
Patronin voller Güte uns alle Zeit behüte

Dein Mantel ist sehr weit und breit, er deckt die ganze Christenheit,
er deckt die weite, weite Welt, ist aller Zuflucht und Gezelt.
Patronin voller Güte uns alle Zeit behüte

Oh Mutter der Barmherzigkeit den Mantel über uns ausbreit,
uns all darunter wohl bewahr zu jeder Zeit in aller G’fahr.
Patronin voller Güte uns alle Zeit behüte.

Die Menschen früherer Zeiten haben die Gottesmutter öfter so gemalt: mit einem großen weiten Mantel. Alle, die diese Darstellung sahen, sollten wissen, wie Maria für die Menschen ist: sie möchte uns vor Gefahren schützen, wie eben ein Mantel bergen und schützen kann. Dahinter stand der mittelalterliche Rechtsbrauch des Mantelschutzes, wonach man einer Person durch Bedecken mit seinem Mantel rechtlichen Schutz gewähren konnte. So verbanden die Menschen mit ihren Schutzmantelmadonnen auch eine ganz konkrete Erfahrung. Wurde jemand verfolgt und durfte er sich unter den Mantel einer hochgestellten Persönlichkeit flüchten, hieß das: Hier bin ich sicher. Hier darf mir niemand etwas tun. Der Mantel war ganz persönlicher Schutzraum.

Wenn nun Maria mit einem großen Mantel dargestellt wird, bedeutet das also auch: Dorthin darf ich gehen. Dort bin ich sicher. Hier bin ich geborgen. Deshalb haben sich die Menschen vor allem in Zeiten der Not immer wieder selber unter den Mantel hineingemalt und sich so mit ihren persönlichen Anliegen und Sorgen auch bildlich unter den Schutz der Mutter Gottes gestellt.

Mit einem der ältesten überlieferten Mariengebete (3./4. Jh.) dürfen auch wir uns in diesen Tagen mit all unseren Sorgen und Nöten vertrauensvoll den Schutz und die Fürsorge der Gottesmutter Maria erbitten:
(Text: Diakon Christian Mailänder)

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin; verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren. O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns deinem lieben Sohne vor.

 
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