Liens . Links
 

Vianden: „ROUKIDAG“ mal anders

Ein Rückblick von Gaby Heger

Treue zur Tradition bedeutet Wachsen und Voranschreiten, ist Mut zur Veränderung. Die Corona-Epidemie regte die Verantwortlichen der Pfarrei Parc Our Saint-Nicolas dazu an auf kreative Ideen zu setzen um den traditionellen ‚Roukidag‘ in Vianden doch noch, jedoch in einer abgeänderten Form, zu feiern und zwar mit einem ‚Kirche-im-Grünen-Gottesdienst‘ im ‚Bildchensbësch‘. Eine Initiative, die gleich eingangs des Pontifikalamtes und der kurzen Prozession vom Fatima-Denkmal bis zum Herrgottsgäertchen, von Kardinal Jean-Claude Hollerich belobigend hervorgehoben wurde.
Was sich nicht verändert, was sich nicht im Fluss der Zeit bewegt, was versucht sich festzuklammern und gegen den Strom zurückzuschwimmen, wird kraftlos und geht unter. Gehst du nicht mit der Zeit – dann vergehst du mit der Zeit. Das gilt für Menschen wie auch für Institutionen, wie die Kirche. Mit diesem Gottesdienst unter freiem Himmel in einer traumhaften Kulisse, richtete sich die Kirche sowohl an die Pfarrangehörigen wie an Jogger,, Wanderer und Ausflügler und ermöglichte eine besondere Glaubenserfahrung, eine besondere Erfahrung, Gott bei Wind und Wetter zu loben. Wie steht es geschrieben im Psalm 31: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Der Gottesdienst im Grünen bot diesen weiten Raum.
Wie gewohnt wusste Kardinal Hollerich die Zuhörer dort zu packen, wo es zwickt, wo Wunden offen liegen oder die Sehnsucht hingeht. Überzeugend brachte er nahe, dass Beten und Glauben etwas Kostbares für das eigene Leben sein kann. Dass es etwas Erfüllendes für alle die sein kann, die in ihrer täglichen Maloche, in ihrer materiell gesteuerten Welt den Sinn des Lebens aus den Augen verloren haben. Am Ende des, von der Chorale Trinitaire umrahmten und von zwei Gitarren begleiteten stimmungsvollen Gottesdienstes, oblag es Kirchenratspräsident Francis Weyrich den Kardinal in seiner Heimatpfarrei offiziell willkommen zu heiβen. Mit ausgebreiteten Armen, auch mit ein bisschen Stolz über den Heimkehrer, der u.a., als Präsident der COMECE drauβen in der groβen Welt seine Erfahrungen macht und immer wieder dorthin zurückkommt, wo alles begonnen hat, überreichte er dem Kardinal ein vergrössertes verglastes Foto der Bildchenskapelle, als Andenken an Vianden und mit der Bitte die Viandener nie zu vergessen.
Wo eine Gruppe, wie das Pastoralteam um Dechant Jeannot Gillen und Pastoralassistentin Nicole Kleer, die Vereinigung ‚Fraen a Mammen‘, der Kirchenrat und der Trinitarierchor mit Engagement etwas anbieten weil sie es wollen und davon überzeugt sind, sollte diese positive Erfahrung nicht einmalig bleiben sondern weitergeführt werden. Warum also nicht den Resetbutton drücken und fragen: „Wäre es nicht opportun den Auftakt der Bildchensoktave im kommenden Jahr mit einem ‚Open Air Gottesdienst‘ beim ‚Herrgottsgäertchen‘ zu gestalten und in anschliessender Prozession die Muttergottes vom Bildchen zur Trinitarierkirche bringen? OUTDOOR IST DAS UNBEKANNTE ZUM BEKANNTEN ZU MACHEN.

Gaby Heger

 
Service Kommunikatioun a Press . Service Communication et Presse
Äerzbistum Lëtzebuerg . Archevêché de Luxembourg

© Verschidde Rechter reservéiert . Certains droits réservés
Dateschutz . Protection des données
Ëmweltschutz . Protection de l'environnement