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MaFreMa 2016

21. MAFREMA (MAt FReed MAssendénger)

Samschdeg, den 29. Oktober 2016 zu Iechternach.

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“Mat Iech schaffe mer et, d’Kierch vu Lëtzebuerg méi lieweg ze maachen”
Über 120 Altardiener feierten mit Erzbischof Jean-Claude Hollerich ein Fest des Glaubens und der Barmherzigkeit am Grab des Heiligen Willibrord

Kürzlich sagte der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland “Ministranten sind die Stärke der Katholiken”. Stärke zeigten auch die Luxemburger Altardiener am vergangenen Wochenende in Echternach. Über 120 Messdiener aus den verschiedenen Pfarrverbänden des Landes feierten unter dem Moto „Mat Freed Massendénger sinn" (Mafrema) ihren Glauben in den ehemaligen Abteimauern.

Die Kinder und Jugendlichen konnten an über 20 liturgisch-spirituellen, kulturellen und kreativ-spielerischen workshops teilnehmen. Viele praktische Informationen rund um den Altardienst aber auch wissenswertes rund um das sakrale Erbe Luxemburgs wie die Willibrordusverehrung standen auf dem Programm. Interessantes über liturgische Gewänder oder über die liturgischen Farben konnten in Erfahrung gebracht werden. Eine musikalische Begegnung mit der Klais-Orgel oder die Erkundung des Glockenturms ergänzten das vielfältige Angebot. Erstmals gab es für die älteren Jugendlichen einen Einführungskurs in Kalligrafie und Glasmalerei, wo prachtvolle Kunstwerke entstanden, die ein wenig an die langjährige Tradition des Echternacher Skriptoriums anknüpften.
Zum Abschluss des Einkehrtages feierten die Messdiener mit Erzbischof Jean-Claude Hollerich einen festlichen Gottesdienst über der Grabstätte Willibrords, dem zweiten Patron der “Lëtzebuerger Massendinger”. “Ech freeë mech datt mir d’Graf vum Hellege Willibrord an eiser Mëtt hunn”, so der Oberhirte der Katholischen Kirche in Luxemburg zu Beginn der Messfeier.

“Das leben, was man dient”

In seiner Predigt unterstrich Mgr Hollerich, dass Willibrords erste Berufung darin bestand, die Messe zu dienen, als er im Alter von fünf Jahren ins Kloster Ripon eintrat. Während seines Dienstes als Messdiener habe er die Präsenz Gottes gespürt. Als er viele Jahre später in unserer Gegend seiner Missionstätigkeit nachgehen wird, habe er einen europäischen Kontinent vorgefunden, wo das Christentum in Vergessenheit geraten war. “Duerch de Willibrord ass e Stéck Glawen erëm nei opgelieft”, so der Erzbischof, der etliche Parallelen zwischen der Zeit Willibrords und unserer heutigen Zeit, wo praktizierende Christen eine Minderheit darstellen, aufzählte. Willibrord habe die Leute überzeugen können, weil er das gelebt habe, was er verkündigt hat. Auch als Messdiener müsse man das leben, was man dient. In diesem Sinne ermutigte Mgr Hollerich die Altardiener das Christentum konkret zu leben und neue Ministranten anzuwerben. “Mat Iech schaffe mer et, d’Kierch vu Lëtzebuerg méi lieweg ze maachen”, so der Erzbischof am Schluss seiner zündenden Predigt.
In den Fürbitten deklinierten die Messdiener das Thema Barmherzigkeit anhand verschiedener Symbole. Zu einer gelebten Barmherzigkeit ermutigte auch Diözesanseelsorger der “Lëtzebuerger Massendinger” Jean-Pierre Reiners am Schluss der Messfeier. Nach dem feierlichen Auszug zur Grabstätte des zweiten Patrons der Luxemburger Altardiener bekam jeder Teilnehmer ein gläsernes Herz ausgehändigt, mit dem Auftrag dieses Herz weiterzuschenken - einer Person, der es nicht so gut geht oder um jemandem eine kleine Freude zu bereiten.
Gestärkt kehrten die Messdiener in ihre Heimatpfarreien zurück nach einem aufregenden Mafrema in Echternach, das von der Diözesanstelle “Lëtzebuerger Massendinger” vorbereitet wurde.

Artikel : Marc Jeck


 
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