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Jesus verkündet das Himmelreich

Jesus verkündet das Himmelreich
1. Empfang (10´)
Liedvorschlag Wer unterm Schutz des Höchsten steht
2. Austausch über das Wort Gottes (45´)
Lesen ausgewählter Texte und Austausch darüber

Jesus verkündet das „Himmelreich“ und, durch sein befreiendes Handeln, versucht er dieses inmitten seines Volkes zu verwirklichen (siehe Mk 1,14-15). Er will allen „das Leben in Fülle“ geben (siehe Joh 10,10), beginnend mit den Kleinsten und den Geringgeschätzten. Die frohe Botschaft des Himmelreiches, die er verkündet, wie auch sein Handeln und allein schon seine Präsenz, geben jenen Hoffnung, die ihm begegnen. Die Befreiung der Armen ist für Jesus das größte Zeichen der Existenz des Himmelreiches (siehe Lk 4,14-21). In diesem Sinne verstehen die Evangelien die Wunder als Zeichen der Erfüllung der messianischen Verheißungen und des Kommens des Himmelreiches (siehe Lk 7,22-23; Mt 11,2-6). Jesus ist absolut davon überzeugt, dass nur Liebe und Gerechtigkeit dem Nächsten gegenüber der Ort sind, an dem der wahre Kult für seinen Vater praktiziert werden kann. Sein prophetisches Handeln der Tempelreinigung - die für die Synoptiker das öffentliche Handeln Jesu krönt, wohingegen sie sein Handeln bei Johannes eröffnet - demonstriert seine Überzeugung, dass die universelle Begegnung Gottes mit seinem Volk in Liebe geschieht, und dass diese Begegnung auch für alle anderen Völker offen ist (siehe Mt 6,33). Tatsächlich ist der Tempel für Israel das größte Zeichen seiner Erwählung, aber auch durch diesen Gegensatz, das Zeichen der Ausgrenzung der anderen Völker, die als unrein angesehen werden, und dadurch unwürdig waren, sich dem heiligen Berg zu nähern. Die drei prophetischen Zitate, die die Evangelisten Jesus in den Mund legen (siehe Mt 21,12-17, vgl. Jes 56,7; Jer 7,11 und Sach 14,21) unterstreichen seinen Glauben an die Allgemeinheit und Unentgeltlichkeit der Begegnung mit Gott (siehe Mt 8,5-13; Joh 4,21-24).

Viele Gleichnisse unterstreichen die Verkündigung Jesu über das Reich Gottes. Für ihn ist das Reich Gottes bereits da, aber noch nicht endgültig realisiert (siehe Lk 17,20-21); es folgt ein langsamer Verbreitungsprozess in der Welt: es ist wie ein Same, der aus sich selbst wächst (siehe Mk 4,26-29), oder wie ein kleines Senfkorn das in die Erde gesät wird (siehe Mk 4,30-32); es ist wie ein Mann, der gute Saat auf seinem guten Feld aussät (siehe Mt 13,24ff), oder wie eine Frau, die Sauerteig in das Mehl mischt (siehe Mt 13,33); es gleicht einem Netz, das alle Arten von Fischen einbringt (siehe Mt 13,47-48). Tatsächlich hat das Reich Gottes keinen Termin um sich zu offenbaren, aber es ist in unserer Verantwortung, sein Erscheinen zu begleiten (siehe Lk 19,11-28). Darüber hinaus sind es die Armen und die Geringgeschätzten, die als erste am Tisch im Reich Gottes Platz nehmen dürfen (Lk 14,15-24; 18,15-17).

Durch seine Verkündigung und sein praktisches Handeln in Solidarität mit den Armen und den Geringgeschätzten, zeigt Jesus die Dringlichkeit des Reiches Gottes, und lädt dazu ein, für ihn Partei zu ergreifen, wie ein Mann der einen Schatz im Acker findet, oder ein Perlenhändler, der eine Perle von großem Wert entdeckt und alles aufgibt, um sie zu erwerben (siehe Mt 13,44-46). Derjenige, der sich des Handelns Gottes bewusst wird, das zunächst darauf abzielt, seinen Plan des Lebens in der und durch die menschliche Geschichte zu verwirklichen, ist dazu aufgefordert, sich zu engagieren (siehe Lk 21, 28-36). Das ist der erste Sinn des sakramentalen Seins der Gemeinschaft der Jünger: sie soll durch ihr Leben und ihre Strukturen, Zeichen dafür sein, dass sie die Realität übersteigt, sie soll dem mysteriösen Bild/Plan/Himmelreich der Liebe Gottes dienen, die niemanden ausnimmt und will, dass alle Männer/Frauen Gottes Leben in Fülle teilen (1Tim 2,4; 4,10).

  • Welche der studierten Aspekte haben mich beeindruckt oder mich besonders erstaunt? Warum?
  • Inwiefern spricht dieser Austausch unsere christliche Gemeinschaft an?

3. Abschliessendes Gebet (5´)
Wiederholen des Eröffnungsliedes
Einladung zum freien Gebet
Vater unser

 
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