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Rückblick: Lourdes 2018

Rückblick auf die diözesane Lourdes-Wallfahrt vom 21 - 27. Juli 2018

Lourdes, ein Ort der Lebendigkeit von Kirche

200 Luxemburger bei der diesjährigen diözesanen Pilgerfahrt

Wer sich als Pilger zur Grotte von Massabielle auf den Weg macht, bringt zweifelsohne mehr als nur ein paar Lourdes-Souvenirs mit nach Hause. Auch 160 Jahre nach den Marienerscheinungen hat der Pyrenäenort nichts an seiner geistlichen Anziehungs- und Prägekraft verloren. Wer dabei den Strom der Pilger auf der weitläufigen „Esplanade“ vor der Silhouette der Rosenkranzbasilika verfolgt, der bekommt sehr schnell einen Eindruck von der Internationalität der Beterinnen und Beter. Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Sprachgebieten, Junge und Alte, Gesunde und Kranke. Sie alle bilden hier eine bunte und doch in ihrer inneren Sammlung geeinte Pilgerschar. Vor kurzem reihten sich auch 200 Luxemburger Pilger unter dem Vorsitz von Erzbischof Jean-Claude Hollerich in die Menge derer ein, die ihre Gebetsanliegen Unserer Lieben Frau von Lourdes anvertrauten.
Die diözesane Pilgerfahrt, die in enger Zusammenarbeit mit den Bistümern Metz und Verdun vorbereitet wurde, stand in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Tut das was Er euch sagt!“ Dieses imperativische Leitwort zog sich wie ein roter Faden durch die Predigten von Abbé Joël Santer und wurde in den verschiedenen Gottesdiensten und Andachten, die es während der ganzen Pilgerwoche gab, aufgegriffen.

Auf die Frage, was den einen oder anderen ganz persönlich bewegt, an der Lourdes-Wallfahrt teilzunehmen, hörte man unterschiedliche Antworten. „Für mich ist Lourdes ein Teil meines Sommerprogramms. Vor vielen Jahren habe ich mich als Foulards Blancs in den Dienst der Kranken und Behinderten gestellt und so Maria mein ganz persönliches Ja-Wort gegeben!“ – „Lourdes 2018? Weil ich mich demnächst einer Operation unterziehen muss und ich hier für meine Gesundheit gebetet habe.“ Ein anderer gab zu verstehen: „Ich wollte an diesem Ort des Friedens einem wichtigen Trauerprozess Zeit und Raum geben.“ Und eine weitere Stimme sagte: „Ich komme jedes Jahr nach Lourdes, weil ich vor der Grotte am besten für meine Liebsten beten kann und weil ich in Lourdes immer wieder die Lebendigkeit der Kirche erlebe und so entdecke was es heißt im Alltag Christ zu sein.“

Lourdes ist und bleibt somit nicht nur der Ort der Erscheinungen, sondern ein Ort der Begegnung, des erneuerten Vertrauens, des gefestigten Glaubens, des Erlebens von Kirche in ihrer Vielgestaltigkeit und ihrer Lebendigkeit. Diese bereichernde Erfahrung durften auch die Luxemburger Pilger machen, die mit dem Flugzeug, dem TGV und mit dem Bus angereist waren. Unter ihnen gab es über 30 Kranke, die von den Foulards Blancs liebevoll und kompetent begleitet wurden und einen besonderen Platz in der Wallfahrt einnahmen. Acht neue Freiwillige wurden als Aspiraten in die Foulards Blancs aufgenommen, unter ihnen auch der begleitende Arzt Dr. Xavier Bairin. Einer Bewerberin überreichte Erzbischof Hollerich das weiße Halstuch mit dem Monogramm NDL, das sie fortan als Titularin kennzeichnet. Alles in allem konnte man viele zufriedene Gesichter unter den Kranken, ihren Begleitern und den übrigen Pilgern bei der Rückfahrt feststellen. Sie alle sind lebendige Zeugen der Hoffnung, die bereits jetzt zur nächsten diözesanen Lourdespilgerfahrt vom 21. – 27. Juli 2019 einladen.

Renée Schmit

 
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