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Charisma und Werke

Erstes Apostolatsfeld der „Franziskanerinnen von der Barmherzigkeit“ war die ambulante Krankenpflege. Mutter Franziska wusste, dass diese aufopfernde Tätigkeit, die sie ausserhalb der Klostermauern leisteten, in einer tiefen Christusverbundenheit und im Gebet verankert sein muss. So entstand schon bald nach der Gründung eine kleine Gruppe von Schwestern, die sich dem kontemplativen Lebensstil und dem fürbittenden Gebet widmeten: die Reklusen.

Ein Wahlsprüche der Gründerin lautet: „Die Armen zuerst“. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die junge Gemeinschaft sehr schnell anderen hilfsbedürftigen Menschen zuwendet.

Ab 1850 nahmen die Schwestern Mädchen aus armen Verhältnissen auf. Es entstand das Werk „Jeunes Ecconomes“ als Näh- und Haushaltungsschule.
Um das Jahr 1894 wurden in der Jeunes Ecconomes die ersten Pensionäre aufgenommen.
1978 wurde die Gemeinschaft und damit auch die Tätigkeit aufgelöst.

Nie wird man bereuen, gut gewesen zu sein.
Mutter Franziska


Elises grosses Herz sehnte sich nach der Ausübung eines besonderen Werkes der Nächstenliebe. Sie versuchte, jungen Mädchen in den Freudenhäusern der damaligen Garnisonstadt zu helfen, ihrem Leben neue Ausrichtung zu geben. Dies brachte ihr laute Kritik ein.Bald erweiterte sich das Arbeitsfeld der Schwestern auch auf die Betreuung der weiblichen Gefangenen (1851-1977) Bis auf den heutigen Tag besuchen Schwestern die Gefangenen ehrenamtlich.

Als im Jahre 1854 die Cholera über Luxemburg hereinbrach und viele Todesopfer in der Bevölkerung zu beklagen waren, trat das Wohltätigkeitsamt an Mutter Franziska heran, Waisenkinder aufzunehmen. So kamen im Sommer 1856 die ersten 15 Kinder in das Haus „Mohr de Wald“ zu den Schwestern.
Nachdem sie 1861 im alten Dominikanerkloster auf Fischmarkt ihr zweites Zuhause gefunden hatten, brachte Mutter Franziska sie 1865 selbst in ein neues Heim nach Itzig; die Jungen wurden 1869 in Grevenmacher untergebracht.
Heute befindet sich dieses Werk in den Händen der A.s.b.l. „Françoise Dufaing“.
Im Zuge der gesetzlichen Ausrichtung der Kinder- und Jugendbetreuung von Seiten des Familienministeriums, zeigte sich die auferlegte Notwendigkeit einer Fusion zwischen gleichorientierten Vereinigungen. Es kam im Januar 2011 zur Gründung der ARCUS a.s.b.l. am Dengscht vu Kanner, Jugend an Famill.
Zur Betreuung der Kinder kam im Jahre 1912 die Erziehung der taubstummen Kinder hinzu.

1896 wurde das Kloster am Fischmarkt als Krankenhaus anerkannt. ( bis 1975 ) Mit Hilfe wohltätiger Menschen konnten verschiedene Häuser aufgekauft und zu Krankenhäusern umfunktioniert werden ( z.B. Klinik St. Joseph 1904 bis 1976 ). Ausserdem kamen kamen die Schwestern in mehreren kleinen Krankenhäusern auf dem Lande zum Einsatz.

Im Jahre 1956 wurde das neu errichtete Krankenhaus auf Belair „Clinique Sacré-Coeur“ eingeweiht, das den Anforderungen der damaligen Zeit entsprach. Dieses Krankenhaus schloss im Jahre 2003 seine Tore. Auf Kirchberg entstand das neue Kongregationsspital, das den modernsten Kenntnissen der Medizin und Pflege entspricht.
Träger ist die Fondation François-Elisabeth ( FFE ), die 1992 von den Kongregationen der Elisabetherinnen und Franziskanerinnen gegründet wurde mit dem Ziel - anstatt zwei getrennte Krankenhäuser - eine gemeinsame Klinik das „Hôpital Kirchberg“ zu betreiben. Am 4. Juli 2003 wurde es eingeweiht.


Mehr und mehr hat der Staat im Laufe der Zeit seine Aufgabe im Krankenhauswesen wahrgenommen. Die ständigen Erweiterungen und die Überzahl an Betten brachte mit sich, dass einige ländliche Krankenhäuser für Akutbetten geschlossen und als Altenheime weiter geführt wurden. Diese Häuser werden heute von der A.s.b.l. „Homes pour personnes agées des Franciscaines de la Miséricorde“ (H.P.P.A.) geführt.

Noch zu Lebzeiten von Mutter Franziska entstanden Niederlassungen in Belgien. Später breitete sich die Kongregation nach Deutschland Frankreich und Italien aus.
Auch als Missionarinnen sind Franziskanerinnen von der Barmherzigkeit seit 1891 tätig. Missionsstationen waren in Norwegen, China und Australien. Heute sind unsere Schwestern noch in Taiwan.

 
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