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Geschichtlicher Überblick

Die Großpfarrei Steinsel im 8. Jahrhundert
Die Pfarreien Steinsel und Walferdingen von 1843 bis April 2017

Die Großpfarrei Steinsel

Steinsel gehört zu den ältesten Siedlungen des Luxemburger Landes und die Pfarrei zu den allerersten der Umgebung der späteren Hauptstadt. Sie wird bei den Schenkungen Karl Martells an die Maximiner Abtei in Trier erwähnt. Im 7. Jahrhundert war die Pfarrei Steinsel neben Hollerich, Sandweiler und Schüttringen eine der vier Urpfarreien der Gegend um Luxemburg. Ihr gehörten neben Steinsel auch Müllendorf, Dommeldingen, Bofferdingen, Helmdingen, Bereldingen, Walferdingen, Helmsingen, Lorentzweiler, Blascheid, Eisenborn, Bridel, Kopstal, Rodenhof, Asselscheuerhof, Eich, Mühlenbach und Rollingergrund. Lorentzweiler wurde im 9. Jahrhundert selbstständige Pfarrei. Später kamen Dommeldingen, Eich, Mühlenbach und Rollingergrund zu Weimerskirch. 1803 wurden Blascheid, Eisenborn, Kopstal, Bridel, Rodenhof und Kahlscheierhof von Steinsel abgetrennt. Helmdingen und Bofferdingen kamen zu Lorentzweiler.

Geistliche wirken in den Lokalgemeinschaften

Eine wichtige Rolle spielten in den einzelnen Ortschaften der Pfarrei die sogenannten Frühmesser, die später umfassendere Vollmachten erhielten und zu Kaplänen oder Vikaren wurden. Ihre Aufgabe bestand zunächst darin, die Frühmesse zu lesen, denn es war damals jedem Priester nur eine Messe täglich gestattet. Sie erteilten aber auch den Katechismusunterricht. Wintersüber mussten sie das Amt eines Lehrers ausüben. Erst im 18. Jahrhundert wurden in den Filialkirchen regelmäßig Gottesdienste gehalten. Neben der Sonntagsmesse wurden dort gestiftete Wochenmessen eingeführt. Nach der Neuordnung von 1803 wirkten in der Pfarrei Steinsel vier Vikare: je einer in Steinsel, Walferdingen, Heisdorf und Hünsdorf.

Walferdingen wird zur eigenen Pfarrei erhoben

Durch Dekret des König-Großherzogs Wilhelm II vom 3. November 1843 und eine gleichlautende Verordnung von Bischof Johann Theodor Laurent vom 21. November 1843 wurden die Ortschaften Walferdingen, Bereldingen und Helmsingen von der Pfarrei Steinsel abgetrennt und zur eigenständigen Pfarrei erhoben. 1845 begann der Bau der Walferdinger Pfarrkirche.

Hünsdorf kommt zu Lorentzweiler

Im Dezember 1994 wurde durch Dekret von Erzbischof Fernand Franck die Ortschaft Hünsdorf der Pfarrei Lorentzweiler einverleibt.

Steinsel und Walferdingen bilden einen Pfarrverband

Durch Dekret von Erzbischof Fernand Franck vom 1. Oktober 2002 wurden die beiden Pfarreien Steinsel und Walferdingen zu einem Pfarrverband zusammengefügt.

Der Pfarrverband wird zur Pfarrei Steesel-Walfer Sainte-Trinité erhoben

Durch Dekret von Erzbischof Jean-Claude Hollerich vom 17. April 2017 wurde der Pfarrverband Steinsel-Walferdingen zur Pfarrei erhoben. Sie ist der Heiligsten Dreifaltigkeit gewidmet. Infolge der Abschaffung des katholischen Religionsunterrichts in den öffentlichen Schulen bietet die neue Pfarrei ein breites Angebot zur Glaubensvermittlung (Katechese) an.

 
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