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Das Projekt in der Übersicht

Das Projekt „Reech eng Hand – Reich eine Hand“ ist ein diözesanes Projekt, das auf dem Engagement der Pfarreien, Vereinigungen und religiösen Gemeinschaften beruht. Organisiert wird das Projekt auf lokaler Ebene mit den anerkannten Flüchtlingen und den Asylsuchenden, die in den Pfarreien wohnen.

Eine diözesane Arbeitsgruppe koordiniert das Projekt, bietet eine Fortbildung für auf lokaler Ebene engagierte Ehrenamtliche an und gewährleistet den Austausch von „Best practices“, auch anhand dieser Webseite.

In Kürze

Nach der letzten großen Flüchtlingswelle im Rahmen des Konfliktes in Ex-Jugoslawien in den 1990er Jahren, stellt uns der Exodus von vielen tausenden Menschen des Nahen und Mittleren Osten Richtung Europa vor ernste Herausforderungen, was die Aufnahme und die Integration von Flüchtlingen betrifft, besonders in den Nachbarländern der Konfliktregionen und jetzt auch in der Europäischen Union.

Die Zahl der Asylanträge nimmt kontinuierlich zu, seit Beginn des Konflikts besonders deutlich. 2015 wurden 2447 Asylanträge eingereicht, von Personen die mehrheitlich aus Syrien und Irak stammen (1091 Anträge im Jahr 2014).

Im Angesicht dieser schmerzhaften und aktuellen Lage will die katholische Kirche in Luxemburg mit dem Projekt „Reech eng Hand“ sich solidarisch zeigen mit allen Menschen, die unter Lebensgefahr ihre Heimat verlassen mussten.

Geschichte des Projektes

Seit langem schon setzen sich Privatpersonen, Pfarrverbände und religiöse Gemeinschaften für die Aufnahme und Begleitung von Flüchtlingen und Migranten ein.

Seit Monaten nun richtet sich das Augenmerk auf die immer dramatischere Situation der Christen und anderer verfolgter religiöser Minderheiten im Orient und die daraufhin folgende humanitäre Katastrophe.

Der Erzbischof von Luxemburg hat dieses Thema mehrfach aufgegriffen, besonders bei der Eröffnung der Muttergottesoktave Ende April 2015. Als sichtbares Zeichen lag am Fuße des Altars ein Boot – begleitet von diesem Text:

Dëst ass d’Boot vun deene ville verzweiwelte Mënschen, déi an hirer grousser Nout, op der Flucht viru Krich, Hongersnout an Terror, iwwert d’Mëttelmier fueren fir an eng Welt ze kommen, wou si einfach nëmme liewe kënnen. Fir eng Onmass vun hinnen ass et den direkte Wee an den Doud.
Un dës onglécklech Mënschen, hir Familljen an hir Communautéite wëlle mir am Gebiet denken.
Wann doriwwer eraus jidderee vun äis säi Kënnen a Wëllen, seng Relatiounen a Mëttelen asetzt fir u méi enger gerechter, mënschewierdeger Situatioun fir déi Verzweiwelt ze schaffen, da gëtt dëst Boot d’Zeeche vun alle Mënsche vu guddem Wëllen, déi mat Jesus an hirer Mëtt hire Wee maachen a rouegen, wéi a stiermeschen Zäiten.
(Am Sënn vun der Priedegt vum Här Äerzbëschof vum 25.4.2015)

Während der Jahresbilanzpressekonferenz der katholischen Kirche am 18. Juni 2015 kündigte Generalvikar Leo Wagener den Start des Projektes “Reech eng Hand” für den Herbst an.

Als erstes konkretes Zeichen nahm Erzbischof Jean-Claude Hollerich am 22. Juni 2015 zwei Menschen aus Eritrea, die in der Asylprozedur sind, im Bischofshaus auf.

Am Wochenende des 19. und 20. September wurde während der Gottesdienste ein Appell des Erzbischofs an die Pfarrverbände und religiösen Gemeinschaften verlesen, um sich am Projekt “Reech eng Hand – Mir engagéieren äis mat de Flüchtlingen” (Reich eine Hand – Wir engagieren uns mit den Flüchtlingen) zu beteiligen.

Mit der Pressekonferenz am 30. September wird das Projekt offiziell gestartet.

Die verschiedenen Dimensionen von „Reech eng Hand“

  • Die Sensibilisierung der Pfarrverbände und religiösen Gemeinschaften mit Hilfe eines Faltblattes, von Plakaten, eines Aufklebers und von Informationsversammlungen in den Pastoralregionen im Herbst 2015.
  • Die Fortbildung für in den Pfarreien und Gemeinschaften engagierten Ehrenamtlichen…
  • Der Empfang und die Begleitung von Flüchtlingen: ein Angebot an Begleit- und Integrationsaktivitäten für Flüchtlinge, die in unserer Nachbarschaft wohnen.
  • Die Suche nach Unterkünften, um Wohnraum für Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge zu finden durch die Zurverfügungstellung von Häusern, Grundstücken und Appartementwohnungen in unseren Pfarreien.
  • Die Arbeitssuche.
  • Die politische Dimension und die Interessenvertretung (Plaidoyer), um die politisch Verantwortlichen zu ermutigen, sich auf nationaler und europäischer Ebene für eine menschlichere und solidarischere Migrations- und Asylpolitik einzusetzen.

Das Projekt „Reech eng Hand“ ist ein offenes Projekt, das sich solidarisch zeigt mit allen anderen Flüchtlingsprojekten in Luxemburg.

Informationen und Kontakt

Für alle Informationen nutzen Sie die Kontaktnummer und die Mailadresse des Projektes.

 
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