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„Here you are safe“ – „Hier bist du in Sicherheit“

Vertreter katholischer Präventionsarbeit aus 14 Ländern tagten in Luxemburg und Trier / Netzwerk wird gegründet

Die Ergebnisse der internationalen Präventionskonferenz wurden am Ende der Tagung auf einer Pressekonferenz mitgeteilt
(Foto: Judith Rupp, Bischöfliche Pressestelle Trier)

Kirchliche Präventionsbeauftragte aus 14 Ländern (Kroatien, Schottland, England, Belgien, Frankreich, Österreich, den Niederlanden, Irland, Italien, Tschechien, Polen, dem Vatikan, Luxemburg und Deutschland) diskutierten vom 18.-20. November Prävention von sexueller Gewalt interdisziplinär und praxisbezogen. Organisiert wurde die internationale Tagung von der Luxembourg School of Religion & Society und der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz des Bistums Trier.

Die Tagung begann an dem erstmalig vom Europarat festgesetzten „European Day of the Protection of Children against Sexual Exploitation and Sexual Abuse“ und endete am Weltkindertag: der Zeitrahmen unterstreicht symbolisch, dass das Wohl von Kindern und Jugendlichen, sowie anderen Schutzbefohlenen, ein zentrales Anliegen für die katholische Kirche ist.

Einladungen in Englisch, Deutsch und Französisch waren mit der Unterschrift von Erzbischof Hollerich und Bischof Ackermann an die Verantwortlichen für Prävention im Bereich der katholischen Kirche in Europa gegangen. Unterstützung kam von der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Erzbistum Hamburg und vom Bonner Büro für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Auch die Bundeskonferenz der deutschen katholischen Präventionsbeauftragten war an der Vorbereitung beteiligt. Insgesamt sind zwei Jahre Arbeit in die Vorbereitung der Konferenz geflossen.

Die Organisatoren hatten ein dreifaches Anliegen:

1. die transnationale Struktur der katholischen Kirche zu nutzen;
2. in der Zusammenschau der vielfältigen Präventionsarbeit praktische Anregungen für alle Beteiligten zu sichten;
3. die Praxis interdisziplinär (Theologie, Psychologie, Jura, Sozialarbeit usw.) zu reflektieren.

Die „Keynote Speeches“ des ersten Tages beschäftigten sich mit einer Bestandsaufnahme der katholischen Präventionsarbeit und mit den Konsequenzen, die sich für Leadership, Theologie und Umgang mit Opfern und Tätern daraus ergeben. 15 „Best-practise“ Beispiele führten am zweiten Tag eindrucksvoll den vorbildlichen Einsatz vor, mit dem die katholische Kirche in den verschiedenen Ländern Europas Prävention betreibt. Zugleich zeigte sich aber auch eine Ungleichzeitigkeit.

Englischsprachige Länder sind seit 2002 sehr praktisch in der Umsetzung engagiert, wie z. Bsp. das Programm„Towards Healing“ in Irland oder der „Scottish Catholic Safeguarding Service“ zeigen. In den Niederlanden konnte die ausgeprägte Kooperation aller Verantwortlichen der Diözesen und Ordensgemeinschaften wegweisend wirken. In Deutschland und Österreich sind inzwischen Präventionsordnungen erlassen, die Strukturen von Präventionsarbeit implementieren und Zusammenarbeit mit nicht kirchlichen Kooperationspartnern organisieren. Eine Kultur der Achtsamkeit wird in allen Bereichen (inkl. z. Bsp. katholischer Krankenhausträger) angestrebt. In anderen Ländern implementieren nach und nach einzelne Diözesen und Orden, die vom Vatikan geforderte Politik des Kinderschutzes und der Prävention. Dies unterstreicht die Bedeutung eines Netzwerkes, das aus dieser Tagung entstehen wird.

(Mitgeteilt von der Luxembourg School of Religion & Society und der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz des Bistums Trier und der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz des Erzbistums Hamburg.)

 
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