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Par Parc Our Saint-Nicolas

OKTAVE 2021: Op eemol war alles anescht

Och dëst Joer hunn d’Fraen a Mammen erëm ee Blummenteppich fir d’Oktavzäit um Bildchen gemaach

Oktave in der Viandener Bildchenskapelle

Die Tradition, Blumenteppiche zu legen, wurde vermutlich im 15. Jh aus der Mittelmeerregion in unsere Gegenden importiert. In der Zeit des Barock förderten insbesondere die Orden das Arrangieren von Blüten zu Bildern. Vor allem zu Fronleichnam war der Brauch der Blumenteppiche weit verbreitet. In Luxemburg wird er heute nur noch selten gepflegt. Den Grund dafür kann man im Rückgang der Frömmigkeit sehen, aber auch im groβen Aufwand, den die Blütensammler und Blumenleger betreiben müssen. Die Fronleichnam-Prozession dauert knapp eine Stunde und danach hat die Blütenpracht ihren Zweck schon erfüllt.

In Vianden ist das Erstellen eines Blumenteppichs an Fronleichnam gelebte Tradition und seit jeher das Refugium der ‚Fraen a Mammen Yolande‘. Dabei kennt die Kreativität bei der Drapierung der Blüten zu groβformatigen Bildern keine Grenzen. Tunlichst wird beim Blumensammeln darauf geachtet, dass den Bienen und anderen Insekten die Nahrungsquelle nicht weggenommen wird. Bei der Menge wird sich beschränkt und Blumen, die unter Naturschutz stehen sind ein Tabu.

Ein Kunstwerk für mehrere Wochen in der Bildchenskapelle

Das Corona-Virus bestimmt seit über einem Jahr unseren Alltag, unseren Job und unsere Traditionen. Eigentlich ein guter Anlass, Neues auszuprobieren, dachten sich die Viandener ‚Fraen a Mammen Yolande‘ und verlegten erstmals im Jahr 2020 sowohl die Oktave, als auch Pfingsten und Fronleichnam mit Blumenteppichen in die Bildchenskapelle. Mit den Motiven ‚Hoffnung, Espoir, Esperança‘, Laudato Si, und ‚Ech sënn de Wee‘ dekorierten farbenfrohe Blüten den Raum vor dem Votivaltar der ‚Trösterin der Betrübten‘. Im Gegensatz zum Teppich für die Fronleichnam-Prozession, haben diese Blumenbilder den Vorteil, dass sie mindestens 3 Wochen bewundert werden können. Und dass der uralte Spruch ‚Not lehrt beten‘ immer noch seine Gültigkeit hat, beweisen die vielen Kerzen, die Pilger und Wanderer tagtäglich in der Kapelle entzünden, in der Hoffnung, dass Licht in ihr eigenes Leben kommt und in das Leben der Menschen für die sie die Kerze anzünden.

Die auβergewöhnliche Kältewelle die uns in diesem Jahr in der ersten Hälfte des Monats Mai heimsucht, war eine Herausforderung Blüten für einen Oktavteppich 2021 zu finden. Und dennoch schmückt seit einer Woche, gemäβ dem Sprichwort: ‚Wo ein Wille ist, ist ein Weg‘ das Blumen-Motiv der ‚Consolatrix‘ den Fussboden der Bildchenskapelle, zwischen dem eingravierten ‚Ave Maria‘ und dem Votivalter und lädt Wanderer und Pilger zur Einkehr ein.

Gaby Heger


O, Mutter der Barmherzigkeit, bitt für die ganze Christenheit
Maria, Heil der Kranken, bitte für uns

« Ô Marie, par ton oui humble et libre
tu es devenue le premier berceau de Dieu, le premier tabernacle du Très-Haut, le commencement du dernier chapitre de l’histoire.
Tu as vu les apôtres heureux autour de Jésus.
Puis, tu les as vus tristes à l’heure de la Passion et tu as recueilli dans le creux de ta main leurs larmes de peur et de désarroi.

Marie, Mère de l’Eglise,
tu n’as pas eu peur quand est arrivé La Croix et tu as éprouvé de nouveau l’émotion de Béthléem quand, de La Croix, Jésus t’a appelée Mère ouvrant de nouveaux horizons à ta maternité.
Tu as senti le frémissement de la Pentecôte et tu as vu les apôtres sortir du Cénacle, poussés par une vague d’enthousiasme qui arrive, inaltérée, jusqu’à nous.

Marie, Mère de l’Eglise, serre-nous contre toi et donne-nous le battement du Cœur de ton Fils Jésus.
Amen »

La prière s’achève chaque jour par l’invocation à Marie, afin « qu’elle nous libère du fléau de l’épidémie ».

Foto: Gaby Heger

 
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