Welfrange, Welfringen, Welfreng

Geschichtliche und Ausstattung

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• Région pastorale: Est
• Doyenné: Remich
• Paroisse „Dräilännereck Musel a Ganer Saint-Nicolas“
• Commune: Dalheim
• Titre: St.-Wendelin, 21 octobre
• Presbytère: 11, Péiteschbierg L-5686 Dalheim, tél 23 66 80 03

Die Kirche von Welfringen

Text: Sébastien Meyers

1. Geschichte

1560/1570 Erstmalige Erwähnung einer Kapelle in der Filiale Welfringen in einem Visitationsbericht der Abtei St. Maximin Trier. Zu dieser Zeit gehört Welfringen zusammen mit den Filialen Filsdorf und Ellingen zur Pfarrei Dalheim.
1721 Erbauungsdatum der ersten größeren Kapelle in Welfringen, die dem heiligen Markus geweiht ist
1738 Erwähnung des Patronats der Trösterin der Betrübten.
1755 In einem Visitationsbericht wird das Fehlen eines Friedhofes sowie der schlechte Zustand des Fußbodens in der Kapelle vermerkt. Zu dieser Zeit hat die Welfringer Kapelle jeweils das Recht auf einen Werktagsgottesdienst, gehalten durch den Kaplan der Pfarrei Dalheim.
1926 Aufgrund des schlechten Zustandes der alten Kapelle, die nahezu verfällt, beschließt der Gemeinderat die Kapelle abreißen zu lassen und eine neue zu errichten. Staatsarchitekt Jean-Pierre Knepper wird mit den Plänen und dem Bau beauftragt.
1928 Der Abriss der alten Kapelle beginnt. An ihre Stelle tritt eine neue, größere Kapelle, deren Bau 1930 abgeschlossen wird. Grundsteinlegung ist am 8. Juli 1928.
1930 Am 21. April findet die feierliche Kirchweihe in Welfringen statt, die dem heiligen Wendelin (Hauptpatron) und dem heiligen Markus (Zweitpatron) geweiht ist.
1958 Der letzte Kaplan, Hochwürden Albert Thilges, verlässt die Pfarrei Dalheim. Von nun an wird die Filiale vom Dalheimer Pfarrer betreut.
70er Jahre Gründung der Chorale St. Cécile Welfringen durch einige engagierte Sänger, darunter der langjährige Dirigent Norbert Biewer (+2017).
1974 Glockenweihe zweier neuer Glocken in Welfringen durch Pfarrer Edmond Urth.
1978 Einweihung der elektrischen Ahlborn-Orgel durch Pfarrer Edmond Urth.
2000 Restaurierung des barocken Hochaltares aus dem Atelier Greef (Altwies) durch die Firma Morales in Remich und Stiftung eines neuen Volksaltars sowie eines Ambos durch eine Welfringer Einwohnerin.
2003 Restaurierung der Außenanlagen der Kapelle sowie der Fassade.
2010 Renovierung des Daches der Kirche sowie Neuvergoldung des Wetterhahns.
2016 Innenrestauration der Kirche im Auftrag der Gemeinde Dalheim.
2017 Auflösung der Pfarrei Dalheim und Eingliederung der Filiale Welfringen in die neugeschaffene Pfarrei „Dräilännereck Musel a Ganer – Saint-Nicolas“.

2. Ausstattung

In der Kirche befinden sich Buntglasfenster der Gläserei Linster aus Mondorf, welche im Jahr 1929 angefertigt und durch Welfringer Familien gestiftet wurden. Diese wurden im Jahr 2016 durch das Atelier Bauer in Mondorf doppelt verglast und restauriert.
Besonders schön ist das Heilig-Geist-Fenster im Turm, welches bei den Arbeiten im Jahr 2016 freigelegt wurde.

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Die elektrische Orgel der Firma Ahlborn ersetzte ein altes Harmonium und wurde im Jahr 1978 angeschafft.
Die Wände werden geziert durch mehrere Statuten: Heiliger Donatus, Herz Mariä, Herz Jesu, Heiliger Markus und Heiliger Josef sowie durch die Aufschrift:
„Einer ist euer Meister „Christus“ “ am Bogen zum Chorraum.
Aus der ehemaligen Kommunionbank aus Marmor wurde ein Kredenztisch erstellt.
Besonders hervorzuheben ist der barocke Hochaltar aus dem Atelier Nic Greeff-Roesdorf in Altwies, welcher im Jahr 1709 angefertigt wurde und 1741 um eine Nische ergänzt wurde, in welcher sich heute eine Statue der Gottesmutter Maria befindet.
Auf der Spitze des Hochaltares befindet sich eine Figur des Kirchenpatrons, dem heiligen Wendelin.

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Vor der Kirche werden die Besucher aufmerksam auf zwei Statuen (Heiliger Wendelin und Heilige Theresia von Lisieux) sowie ein Missionskreuz aus dem Jahr 1735 (ebenfalls von der Familie Greeff angefertigt), das früher an der Wand der früheren Kapelle stand.
Im Turm der Kirche befinden sich zwei Glocken:
Glocke aus dem Glockenspiel der früheren Jesuitenkirche in Luxemburg, gegossen durch den Gießer A. Delacourt im Jahr 1635 (Sol, 100kg)
Glocke aus der Glockengießerei Mabilon in Saarburg (Mi, 130kg), gegossen 1974 und mit der Aufschrift: „Sankt Wendelin verlass uns nie, schütz unser Dorf, hilf unserem Vieh!“

 
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