Spätrömische Kirche

Ist der Patron römisch, ist auch die Kirche aus spät-römischer Zeit

Oftmals trifft der oft benutzte Grundsatz zu: „Ist der Patron römisch, ist auch die Kirche aus spät-römischer Zeit“. Die ältesten Kirchentitel nennen Johannes den Täufer und auch die Apostel Petrus und Paulus. Und in Kayl ist der Hauptpatron der Kirche eben Petrus. Es handelt sich hierbei um den ursprünglichen Titel, den bereits die älteste Pfarrkirche außerhalb des Dorfes führte auf dem ebenfalls bereits nach dem Apostelfürst benannten Areal, dem Petersberg - der heutigen Klaus (heute noch wieder zu finden in den Flurnamen „Enner der Klaus“ und „Op der Klaus“). Von der Lage her handelt es sich dabei um den heutigen Friedhof und seine Umgebung. Als Nebenpatronin ist die hl. Luzia (gest. 304 nach Christus), Jungfrau und Märtyrerin in Syrakus, eingetragen, deren (nicht gebotener) Gedenktag laut Regionalkalender am 13. Dezember gefeiert wird. Jos Dupong nennt in seiner Chronik als weitere Nebenpatrone die Heiligen Rochus, Antonius der Einsiedler und Celsus, die urkundlich jedoch nicht erfasst sind. Ihre explizite Erwähnung rührt wohl daher, dass ihre Verehrung bei der ländlichen Bevölkerung einen hohen Stellenwert hatte.

Von der Rangordnung her ist der Weihetag einer Kirche das wichtigste Eigenfest. Laut der Grundordnung des Kalenders rangiert die Weihe, bzw. der Jahrestag der Weihe als Gründungsfest der Kirche an einem bestimmten Ort noch vor dem Titelfest.

In Kayl fallen Titelfest und Weihedatum nicht zusammen. Die feierliche Konsekrierung des Jahres 1747 im Dorfzentrum errichteten Kirchenbaus erfolgte am 25. August 1847 durch den Apostolischen Vikar Jean-Théodore Laurent (1842-1848). Demnach liegt zwischen der Inbesitznahme der Kirche 1747 und deren Konsekrierung 1847 genau ein Jahrhundert. Auch eine Kirche, in der schon Eucharistie gefeiert wurde, kann noch durch eine Kirchweihe feierlich in Gebrauch genommen werden. Bereits im Jahr 1844 erweitert, war die bauliche Substanz der Kirche 1933 derart schlecht geworden, dass man binnen nur einem Jahr – von 1933/34 – einen vergrößerten Neubau in Angriff nahm - lediglich der Turm und der Chor der alten Kirche blieben erhalten.

 
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