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Der arme und gekreuzigte Messias ist der Auferstandene

Der arme und gekreuzigte Messias ist der Auferstandene

1. Empfang (10´)
Liedvorschlag: Deinem Heiland, deinem Lehrer
2. Austausch über das Wort Gottes (45´)
Die vorgeschlagenen Texte lesen und sich darüber austauschen

Die Distanzierungen und Brüche Jesu in Bezug auf die offizielle Denkweise der jüdischen Institutionen über Gott und seine Absichten, führten sehr schnell dazu, dass die führenden Juden seinen Tod wollten (siehe Mk 3,6; 14,1; 11,53). Die Lehre Jesu wandte sich stark gegen die Säulen ihrer Macht, die ihre Rechtfertigung in einer Denkweise über Gott fand, welche durch Nationalismus gegenüber anderen Völkern, und durch die Geringschätzung der Armen, Kranken und Frauen innerhalb des Volkes Israel geprägt war. Jesus wurde ausgeliefert und wird auch schnell zum Tode verurteilt. Nach den Synoptikern dauerte sein öffentliches Auftreten nur wenige Monate; für Johannes könnte es etwa drei Jahre gedauert haben.

Für die Jünger war die Situation unverständlich. Sie legten Wert auf einen verherrlichten Messias (siehe Mt 16,22; 20,20), aber fanden sich einem geringgeschätzten Jesus gegenüber, von den Autoritäten verstoßen, leidend, und am Kreuz getötet. Die Perikope der beiden Jünger von Emmaus erzählt, dass die beiden frustriert in ihre Stadt Emmaus zurückkehren - Symbol des Sieges Israels über die Feinde (1Makk 4,1-16) - weil Jesus, den sie für den Messias hielten, der Israel verherrlicht, aber von den ihren eigenen Führern, im Namen Gottes verurteilt worden war und seit drei Tagen tot ist. Der Texte sagt, dass sie erst nach einer inneren Krise (der Sinn des Bildes des „brennenden Herzens“) eine andere Konzeption der Messianität Jesu, ausgehend von der erneuten Lektüre „des Gesetzes, der Propheten und der Psalmen“, in ihm erkennen, der sich, trotz der Verfolgungen und des Todes, als der Herr des Lebens und der Vergebung für alle Nationen erweist (siehe Lk 24,25-27. 44-48). Tatsächlich ist er der „leidende Gerechte“, den die Propheten verkündeten (siehe Jes 42,1ff; 49,1ff; 50,4ff; 52,13ff); derjenige, der erfüllt vom Geist, den Willen Gottes erfüllt und dem Volk das Leben bringt (siehe Jes 61,1-11; Lk 4,14-22). Darum ist der, den man gekreuzigt hat, als ein von Gott Verstoßener, derjenige der sich als der Gerechte aus dem Grab erhebt (siehe Ps 22. 31). Sein Vater hat ihn nicht verlassen (siehe Mt 27,41-46; Apg 2,31b-33a), im Gegenteil, in ihm beantwortet er alle Hoffnungen der niedergedrückten Menschheit mit „Ja“.

  • Welche der studierten Aspekte haben mich beeindruckt oder mich besonders erstaunt? Warum?
  • Inwiefern spricht dieser Austausch unsere christliche Gemeinschaft an?

3. Abschliessendes Gebet (5´)
Wiederholen des Eröffnungsliedes
Einladung zum freien Gebet
Vater unser

 
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