
|
|
Ich rief meinen Sohn aus ÄgyptenZum Leben in Freiheit berufen „Ich rief meinen Sohn aus Ägypten“ Prophetentext Hosea 11,1-9 Fragen zur Lektüre in Gemeinschaft
Zum besseren Verständnis von Hosea 11,1-9 Der Prophet Hosea beschreibt das Verhältnis zwischen Gott und Israel wie die Beziehung zwischen einem Vater/einer Mutter und seinem/ihrem Sohn. Unter diesem Gesichtspunkt zählt er alle Formen der Fürsorge auf, die Jahwe gegenüber Israel bis heute aufbringt. Wie sollte man die Liebe Gottes für sein Volk besser zur Sprache bringen, als mit den zärtlichsten Gesten einer Mutter, eines Vaters, gegenüber ihrem Kind? Der Auszug aus Ägypten und die unwiderrufliche Liebe Gottes gegenüber und gegen alles, trotz der Untreue des Volkes, sind nicht abhängig von dem einen oder anderen „Verdienst“ des so sprunghaften Volkes. Es ist in Gott selbst begründet, dass Gott auf diese Art handelt. Dennoch ist auch die Möglichkeit eines göttlichen Gerichtes da: Assur [1] wird König sein, die Versklavung, das Exil. Aber Jahwe will Efraim [2] nicht preisgeben, auch wenn dieser sich von ihm abwendet, um anderen Göttern, den Baalen [3], zu opfern; er will sein Volk nicht behandeln wie Adma und Zebojim [4] , zwei Städte in der Nähe von Sodom und Gomorra, die mit diesem zusammen zerstört worden sind. Gott erinnert daran, dass er Gott und nicht Mensch ist. Im Gegensatz zur menschlichen Liebe, stellt seine Liebe keine Bedingungen und sein Bund ist ewig. Der Bund Gottes mit Israel ist das Paradigma der bedingungslosen Liebe Gottes gegenüber dem Menschen, der nach seinem Bild und Abbild geschaffen ist (Gen 1,26-27). Darum ist jeder Mensch eine heilige Geschichte und hat das Recht und den Anspruch auf seine Würde. Gaudium et Spes 12 im Licht von Hosea 11,1-9 Fragen zum Leben in der Gemeinschaft
Aktualisierung Ohne die Fragen zu ignorieren, die den Sinn und das Ziel des menschlichen Lebens betreffen, stellt das Konzil die Würde jedes einzelnen Menschen heraus, den es als „nach dem Bild Gottes geschaffen“ erkennt. In Erinnerung an das biblische Wort, bestärkt das Konzil seine Überzeugung der höchsten Würde von Mann und Frau, die von Gott in einem Akt der Liebe und Freiheit geschaffen worden sind. Ebenso hat Gott aus reiner Liebe und in absoluter Freiheit den Menschen erwählt, um mit ihm eine einzigartige Beziehung aufzubauen: die Beziehung Vater-Sohn, die im Text von Hosea beschrieben wird, unterstreicht nochmals die Würde jedes einzelnen Menschen – eine Würde, die befreit. Fähig zur Kommunikation und Gemeinschaft mit Gott, ist der Mensch der Höhepunkt der Schöpfung. Alle biblischen Texte der Genesis heben die Würde von Mann und Frau in ihrer geschlechtlichen Verschiedenheit hervor. Ebenso unterstreicht das Konzil, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, das ohne Beziehung zu den anderen nicht leben kann. Darüber hinaus erinnert das Konzil aber auch an die Aufgaben, die den Menschen als „Krone der Schöpfung“ zukommen: alle Geschöpfe sind ihnen anvertraut; dies macht die Menschen zu Partnern Gottes in seinem Schöpfungsplan. Nach dem Bild Gottes geschaffen, sieht der Mensch sich auch mit einer unüberbietbaren Würde ausgezeichnet, für die er selbst Garant ist. Er ist zum Erhalt der Schöpfung, die ihm anvertraut ist, aufgerufen. Die Forderungen zur Bewahrung der Umwelt sind zwischenzeitlich offensichtlicher und dringlicher geworden. Darüber hinaus ist die Erkenntnis dieser gemeinsamen Würde für das Konzil ein Feld, wo sich Gläubige und Nichtgläubige begegnen können. Denn die Überzeugung, dass der Mensch „Zentrum“ und „Höhepunkt“ der Geschichte ist, steht in keinerlei Gegensatz zur Lehre des christlichen Glaubens. Außerdem bekräftigt das Konzil erneut, dass der Gott der Christen ein menschenfreundlicher Gott ist, ein Freund des Menschen. |
Äerzbistum Lëtzebuerg . Archevêché de Luxembourg
© Verschidde Rechter reservéiert . Certains droits réservés
Dateschutz . Protection des données
Ëmweltschutz . Protection de l'environnement