6. Sonndeg am Joereskrees A - 14./15.2.2026


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6. Sonndeg am Joereskrees A - 14./15.2.2026 - © Carlo Morbach - 11.2.2026

6. Sonndeg am Joereskrees A - 14./15.2.2026


Haut ass Fuessonndeg. Mir wéilten eis ameséieren a Spaass hunn. Mä d'Evangelium presentéiert eis dogéint haut ee Jesus, deen nawell ganz eescht ass. Do geet et ëm d'Nofolleg. An dat ass eppes, dat een net op déi liicht a scho guer net op eng spaasseg Schëller soll huelen. Nofolleg vum Jesus ass kee Spaass a kee Spill. Nofolleg fänkt domat un, dass ee säi Liewen an d'Réngt bréngt, dass een säin tëschemënschlecht Verhalen uerdent. „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, lass deine Gabe vor dem Altar liegen, versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.“ De Jesus fuerdert also Versönung. Wéi gi mir mat Versönung ëm? Wou hunn ech ganz perséinlech eppes, dat ech an d'Rei muss bréngen? Loosse mir kuerz doriwwer nodenken an eisen Här ëm säin Erbaarmen uruffen:


Här, Jesus Christus, du gesäis dat, wat an eis no Versönung rifft.

Här, Jesus Christus, du wëlls eis Mënschen ee mat deem anere versönen.

Här, Jesus Christus, du riffs eis op, de Wee vum Fridden an der Gerechtegkeet ze goen.


Dagesgebiet


Härgott, du hues all déi gär, déi's du erschafen hues, an et ass deng Freed, fir bäi eis Mënschen ze sinn. Gëff eis all een neit a rengt Häerz, dat bereet ass, dech opzehuelen. Dorëms biede mir duerch Jesus Christus, eisen Här. Amen.


Dieu qui veux habiter les cœurs droits et sincères, donne-nous de vivre selon ta grâce, alors tu pourras venir en nous pour y faire ta demeure.


Barmherziger Gott, dein liebevoller Blick begleitet unser Leben. Du erkennst die Regungen unseres Herzens. Wir bitten dich: Entfache aufs Neue in uns die Liebe zu deinen Geboten, und geleite uns durch dein Wort und Sakrament zu einem erfüllten Leben. Darum bitten wir dich im Heiligen Geist durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.


Liesungen: Sir 15, 15-20 / 1 Kor 2, 6-10 / Mt 5, 17-37


Lesung aus dem Buch Jesus Sirach.

Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften. Wenn du willst, wirst du die Gebote bewahren und die Treue, um wohlgefällig zu handeln. Er hat dir Feuer und Wasser vorgelegt, was immer du erstrebst, danach wirst du deine Hand ausstrecken. Vor den Menschen liegen Leben und Tod, was immer ihm gefällt, wird ihm gegeben. Denn groß ist die Weisheit des Herrn, stark an Kraft ist er und sieht alles. Seine Augen sind auf denen, die ihn fürchten, und er kennt jede Tat des Menschen. Keinem befahl er, gottlos zu sein, und er erlaubte keinem zu sündigen.


Kv Selig die Menschen, die gehen nach der Weisung des Herrn.

Selig, deren Weg ohne Tadel ist, *
die gehen nach der Weisung des Herrn.
Selig, die seine Zeugnisse bewahren, *
ihn suchen mit ganzem Herzen. 
– (Kv)
Du hast deine Befehle gegeben, *
damit man sie genau beachtet.
Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet, *
deine Gesetze zu beachten. 
– (Kv)
Handle an deinem Knecht, so werde ich leben. *
Ich will dein Wort beachten.
Öffne mir die Augen, dass ich schaue *
die Wunder deiner Weisung! 
– (Kv)
Weise mir, Herr, den Weg deiner Gesetze! *
Ich will ihn bewahren bis ans Ende.
Gib mir Einsicht, damit ich deine Weisung bewahre, *
ich will sie beachten mit ganzem Herzen! 
– Kv


Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth.

Schwestern und Brüder! Wir verkünden Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden. Vielmehr verkünden wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkünden, wie es in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Uns aber hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes.


Halleluja. Halleluja. Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde; du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart. Halleluja.


Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs! Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.


Lecture du livre de l'Ecclésiastique.

Si tu le veux, tu peux observer les commandements, il dépend de ton choix de rester fidèle. Le Seigneur a mis devant toi l’eau et le feu : étends la main vers ce que tu préfères. La vie et la mort sont proposées aux hommes, l’une ou l’autre leur est donnée selon leur choix. Car la sagesse du Seigneur est grande, fort est son pouvoir, et il voit tout. Ses regards sont tournés vers ceux qui le craignent, il connaît toutes les actions des hommes.Il n’a commandé à personne d’être impie, il n’a donné à personne la permission de pécher.


R/ Heureux ceux qui marchent suivant la loi du Seigneur ! 

Heureux les hommes intègres dans leurs voies 
qui marchent suivant la loi du Seigneur !
Heureux ceux qui gardent ses exigences, 
ils le cherchent de tout cœur !
R
Toi, tu promulgues des préceptes 
à observer entièrement.
Puissent mes voies s'affermir 
à observer tes commandements !
R
Sois bon pour ton serviteur, et je vivrai, 
j'observerai ta parole.
Ouvre mes yeux, 
que je contemple les merveilles de ta loi.
R
Enseigne-moi, Seigneur, le chemin de tes ordres ; 
à les garder, j'aurai ma récompense.
Montre-moi comment garder ta loi, 
que je l'observe de tout cœur.
R


Lecture de la première lettre de saint Paul Apôtre aux Corinthiens.

Frères, c’est bien de sagesse que nous parlons devant ceux qui sont adultes dans la foi, mais ce n’est pas la sagesse de ce monde, la sagesse de ceux qui dirigent ce monde et qui vont à leur destruction. Au contraire, ce dont nous parlons, c’est de la sagesse du mystère de Dieu, sagesse tenue cachée, établie par lui dès avant les siècles, pour nous donner la gloire. Aucun de ceux qui dirigent ce monde ne l’a connue, car, s’ils l’avaient connue, ils n’auraient jamais crucifié le Seigneur de gloire. Mais ce que nous proclamons, c’est, comme dit l’Écriture : ‘ce que l’œil n’a pas vu, ce que l’oreille n’a pas entendu, ce qui n’est pas venu à l’esprit de l’homme, ce que Dieu a préparé pour ceux dont il est aimé.’ Et c’est à nous que Dieu, par l’Esprit, en a fait la révélation. Car l’Esprit scrute le fond de toutes choses, même les profondeurs de Dieu.


Alléluia. Alléluia. Tu es béni, Père, Seigneur du ciel et de la terre, tu as révélé aux tout-petits les mystères du Royaume! Alléluia. 


Évangile de Jésus-Christ selon saint Matthieu.

En ce temps-là, Jésus disait à ses disciples : « Ne pensez pas que je sois venu abolir la Loi ou les Prophètes : je ne suis pas venu abolir, mais accomplir. Amen, je vous le dis : Avant que le ciel et la terre disparaissent, pas un seul iota, pas un seul trait ne disparaîtra de la Loi jusqu’à ce que tout se réalise. Donc, celui qui rejettera un seul de ces plus petits commandements, et qui enseignera aux hommes à faire ainsi, sera déclaré le plus petit dans le royaume des Cieux. Mais celui qui les observera et les enseignera, celui-là sera déclaré grand dans le royaume des Cieux. » Je vous le dis en effet : Si votre justice ne surpasse pas celle des scribes et des pharisiens, vous n’entrerez pas dans le royaume des Cieux. Vous avez appris qu’il a été dit aux anciens : ‘Tu ne commettras pas de meurtre’, et si quelqu'un commet un meurtre, il devra passer en jugement. Eh bien ! moi, je vous dis : Tout homme qui se met en colère contre son frère devra passer en jugement. Si quelqu’un insulte son frère, il devra passer devant le tribunal. Si quelqu’un le traite de fou, il sera passible de la géhenne de feu. Donc, lorsque tu vas présenter ton offrande à l’autel, si, là, tu te souviens que ton frère a quelque chose contre toi, laisse ton offrande, là, devant l’autel, va d’abord te réconcilier avec ton frère, et ensuite viens présenter ton offrande. Mets-toi vite d’accord avec ton adversaire pendant que tu es en chemin avec lui, pour éviter que ton adversaire ne te livre au juge, le juge au garde, et qu’on ne te jette en prison. Amen, je te le dis : tu n’en sortiras pas avant d’avoir payé jusqu’au dernier sou. » Vous avez appris qu’il a été dit : ‘Tu ne commettras pas d’adultère.’ Eh bien ! moi, je vous dis : Tout homme qui regarde une femme avec convoitise a déjà commis l’adultère avec elle dans son cœur. Si ton œil droit entraîne ta chute, arrache-le et jette-le loin de toi, car mieux vaut pour toi perdre un de tes membres que d’avoir ton corps tout entier jeté dans la géhenne. Et si ta main droite entraîne ta chute, coupe-la et jette-la loin de toi, car mieux vaut pour toi perdre un de tes membres que d’avoir ton corps tout entier qui s’en aille dans la géhenne. Il a été dit également : ‘Si quelqu’un renvoie sa femme, qu’il lui donne un acte de répudiation’. Eh bien ! moi, je vous dis : Tout homme qui renvoie sa femme, sauf en cas d’union illégitime, la pousse à l’adultère ; et si quelqu’un épouse une femme renvoyée, il est adultère. » Vous avez encore appris qu’il a été dit aux anciens : ‘Tu ne manqueras pas à tes serments, mais tu t’acquitteras de tes serments envers le Seigneur.’ Eh bien ! moi, je vous dis de ne pas jurer du tout, ni par le ciel, car c’est le trône de Dieu, ni par la terre, car elle est son marchepied, ni par Jérusalem, car elle est la Ville du grand Roi. Et ne jure pas non plus sur ta tête, parce que tu ne peux pas rendre un seul de tes cheveux blanc ou noir. Que votre parole soit “oui”, si c’est “oui”, “non”, si c’est “non”. Ce qui est en plus vient du Mauvais. »


Priedegt


Mir hunn haut als (1.) Liesung (Sir 15, 15-20) en interessanten Text aus dem altestamentleche Buch Jesus Sirach héieren. (Den éischte Saz am däitschen Text vun der Liesung steet net an der Bibel.) Den eigentlechen Text fänkt u mat der Bemierkung: "Wenn du willst, wirst (besser: kanns) du die Gebote bewahren (halten). - Si tu le veux, tu peux observer les commandements." Eigentlech misst een déi Zeilen direkt virun eiser Liesung och liesen. Si weisen eis ee Wee zum Verstoe vum Text. "11Sag nicht: Wegen des Herrn bin ich abtrünnig geworden! Denn, was er hasst, wird er nicht tun. 12Sag nicht: Er hat mich in die Irre geführt! Denn er hat keinen Nutzen von einem sündigen Mann. 13Jeden Gräuel hasst der Herr, und wer den Herrn fürchtet, kann den Gräuel nicht lieben. 14Er selbst hat am Anfang den Menschen gemacht und hat ihn der Macht seiner Entscheidung überlassen." (Sir 15, 11-14)


Ëm wat geet et an eiser Liesung? Wat wëll de Jesus Sirach vermëttelen? An der däitscher Iwwersetzung vun 2016 ass eng Iwwerschrëft agesat ginn, déi seet: "Der freie Wille des Menschen." Effektiv schéngt et hei ëm de mënschleche Wëllen ze goen. Den Text vum Sirach seet däitlech am Vers 14: "Er selbst hat am Anfang den Menschen gemacht und hat ihn der Macht seiner Entscheidung überlassen." (Sir 15, 14) Gott huet also dem Mënsch d'Fräiheet ginn oder gelooss, fir selwer ze entscheeden. Et ass dem Härgott seng Entscheedung, säi Wëllen, dass de Mënsch ee Wiesen ass, dat fräi iwwer sech selwer entscheet. Dat gëtt hei beim Jesus Sirach als eng duerchaus positiv Saach gesinn. De fräie Wëllen ass net, wéi et da spéider dacks gesi gouf, en Hang zum Béisen. Neen, et ass eng äusserst positiv Siicht op de Mënsch.[1]


Natierlech ass eise Liesung um Ufank gläich een Ermontere fir duerch d'Anhale vun de Geboter déi Fräiheet och real ze verwierklechen.[2] Mä genee do läit da wuel och de Problem vun der Fräiheet. De Mënsch kann sech och falsch entscheeden. An da geet de Mënsch nawell des Ëfteren d'Schold bäi anerer sichen an am Leschten ebe bäi Gott selwer, wéi d'Versen 11-13 virun eiser Liesung et undeiten.


Domat ass elo och ee wichtege Punkt ugeschnidden. Dacks, wann eppes net riicht geet, fänke mir un u Gott ze zweiwelen. Iergendwéi hunn ech den Androck, dass de Jesus Sirach hei grad dee Problem wëll uschneiden. De Mënsch ka sécher seng Konditioun als fragilt Wiesen net verloossen. Villes läit dorun a kënnt och doduerch, wat an eisem Liewen esou oder anescht geet. Et ka kaum geännert ginn. An awer huet de Mënsch eng fräi Entscheedung, ee fräie Wëllen, wéi hie mat senger Begrenztheet ëmgeet. De Mënsch dréit eng entscheedend Verantwortung fir säi Liewe selwer. Hie kann sech also net ëmmer fräi schwätze vu Schold a Verantwortung.


"Wenn du willst ..." (Sir 15,15) ass dofir och déi entscheedend Formuléierung an eiser Liesung. De Mënsch muss scho wëllen. Deng Entscheedung, Mënsch, ass gefrot a wichteg! Du dréis dofir Verantwortung! Zéi dech also net eraus!


Ech menge schonn, dass hei eng ganz kloer Richtung gewise gëtt. Mir liewen haut vill an der Optik, dass alles ofgeséchert ass. Mir brauchen a ville Beräicher duerch eis Versécherunge kaum perséinlech Verantwortung ze iwwerhuelen, wa mir ee Feeler maachen. Dat fierft of op eist ganzt Verhalen, op eist Liewen, op eis Relatiounen ënner enaner. Mä et ass a bléift wouer: Mir selwer mussen an dierfen entscheeden. Virun eis leien ëmmer nees Alternativen. D'Liesung dréckt et bildlech aus: Feier oder Waasser, Liewen oder Dout. Mir selwer entscheeden, wat mir maachen, wéi mir eis behuelen. D'Konsequenze musse mir dann allerdéngs och iwwerhuelen. De Sirach ass däitlech. "Keinem befahl er, gottlos zu sein, und er erlaubte keinem zu sündigen." (Sir 15, 20) Et ass deemno net einfach Gott, deen eis bestrooft oder verurteelt. Mir sinn et an der Konsequenz selwer, well mir jo och d'Wielméiglechkeet hunn.


Mäi Verdacht geet dann och dohin, dass d'Evangelium vun haut eis genee un des eege Verantwortung wëll erënneren. Alles, wat mir als Mënsche maachen, kënnt aus eiser fräier Entscheedung. Mä däitlech ass, dass mir dann och zu de Konsequenze vun eiser Entscheedung musse stoen: "Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen. - Que votre parole soit “oui”, si c’est “oui”, “non”, si c’est “non”. Ce qui est en plus vient du Mauvais." (Mt 5, 37) Fräie Wëlle bedeit also och Verantwortung. Sti mir zu eiser Verantwortung?!


Lippenbekenntnisse


Die Frage ist,

wofür ich stehe


Was sind meine Werte,

was treibt mich an,

was treibt mich um?


Ist es

der sehnliche Wunsch

nach einem schönen Leben,

egal auf wessen Kosten?


Ist es

die Hauptsache,

dass ich meine Interessen möglichst schnell verfolgen kann?


Da ist jemand,

Gott und Mensch zugleich,

der lässt sein Leben

für Gerechtigkeit auf Erden


Nicht für Kinobesuche,

nicht für das eigene Vergnügen,

nicht für die Nacht im Fünfsternehotel


Sondern für den Traum von Freihet

für alle Menschen,

egal ob reich oder arm,

unabhängig von Herkunft,

Geschlecht und Familienstand


Jesus geht

an den Rand der Gesellschaft,

stellt sich,

lässt sich krönen und verlachen

für diese eine gute Sache


Wofür stehe ich gerade?

Und wie fest?

Oder bin ich die Fahne im Wind?


Kann ich einstehen

für mein Reden,

mein Handeln

und mein Leben?


Wofür wäre ich bereit,

mir Nägel durch die Hände

schlagen zu lassen? [3]


[1] Vgl. Johannes Marböck, Jesus Sirach 1-23, HthKAT, Herder Freiburg 2010, S. 201.

[2] Vgl. ebd. S. 201.

[3] Aus: Kerstin Müllers, Sei mit uns in deiner Liebe. Gebete und Texte für das Kirchenjahr, Neukirchen-Vluyn 2023, S. 170f.


Fürbitten


Gott fuerdert eis, fir no méi Léift a Gerechtegkeet ze striewen. Am Vertrauen op seng Hëllef biede mir:


* Fir all Mënschen, déi no ëmmer méi Räichtum a Muecht sichen. Looss si entdecken, dass de Wee zum Gléck am Deelen an Hëllefe läit. Härgott, héier eis.


* Fir all jonk Mënschen, déi virun enger Entscheedung fir ee Beruff stinn. Hëllef hinnen dat ze wielen, wat hire Fäegkeeten entsprécht. Härgott, héier eis.


* Fir all Fraen, déi sech fir méi Gläichberechtegung an der Gesellschaft an an der Kierch asetzen. Stéi hinnen zur Säit, sou dass si net de Mutt verléieren an och Erfolleg hunn. Härgott, héier eis.


* Fir déi vill Mënschen, déi a Krisen- an a Krichsgebidder liewen. Looss si Fridden an neit Liewe fannen. Härgott, héier eis.


* Fir all Mënschen, déi ausgenotzt an ausgebeut ginn. Looss si Gerechtegkeet erliewen. Härgott, héier eis.


* Fir all eis Verstuerwen. Looss si weider eis Léift spieren a Fridde fanne bäi dir. Härgott, héier eis.


Gott, eise Papp, schenk alle Mënschen d'Erfëllung vun hirem Sichen an Hoffen. Schenk eis an alle Mënschen déi éiweg Gemeinschaft mat dir. Dech luewen an éiere mir elo an an all Éiwegkeet. Amen.


II.


Le Seigneur tourne son regard vers nous. Pour que nous puissions accomplir ses commandements, demandons-lui d’être auprès de nous à chaque instant. 

Dieu de sagesse, souviens-toi de nous.

Prions pour le Pape, les évêques, les prêtres et tous les baptisés qui exercent le sacerdoce royal à la suite de Jésus; qu’ils aient toujours à cœur de vivre le commandement d’amour qui vient du Seigneur. 

Prions pour les personnes qui exercent un rôle dans les tribunaux, les services policiers et les lieux de détention; qu’elles demeurent constamment interpellées par la loi du Seigneur gravée en leur cœur.

Prions pour les personnes aux prises avec des questions morales difficiles ou qui commettent des erreurs qui provoquent de graves préjudices; qu’elles n’oublient jamais que Dieu les regarde avec amour et miséricorde.

Prions pour tous les membres de nos communautés qui font face à des situations parfois difficiles au sein de notre société; qu’ils témoignent toujours de l’amour infini de Dieu.

Dieu tout-puissant, toi qui comprends mieux que quiconque notre nature humaine, reçois nos demandes en bénissant ceux et celles qui te les adressent. Et qu’ainsi, nous puissions te rendre gloire, à toi qui es Père, Fils et Saint-Esprit pour les siècles des siècles. Amen. (https://fr.novalis.ca)


Gowegebiet


Baarmhäerzege Gott, dëst hellegt Affer soll eis fréi vun all Sënd an zu neie Mënsche maachen. Et soll eis hëllefen, no dengem Wellen ze liewen, fir datt mir dee versprachene Loun empfänken. Dorëms biede mir duerch Jesus Christus, eisen Här. Amen.


Que cette eucharistie, Seigneur, notre Dieu, nous purifie et nous renouvelle; qu'elle donne à ceux qui font ta volonté le bonheur que tu leur as promis. Par Jésus.


Guter Gott, in diesen Gaben von Brot und Wein bringen wir dir das Wenige, das wir haben. Wir danken dir dafür, dass du die kleine Gabe annimmst. Verwandle sie in die größte Gabe, in die Gegenwart deines Sohnes. So bitten wir durch ihn, Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.


Hochgebet – „Liebe“

Präfation
Wir wissen nicht, wie wir dir danken und dich wahrhaft loben sollen.
Denn zu klein sind unser Dank und unsere Liebe.
Und was wir vermögen, ist ja schon ein Geschenk von dir.
Seit Menschengedenken hast du dich deiner Geschöpfe angenommen
und sie errettet aus der Bosheit ihresgleichen und aus eigener Schuld.
Täglich stehst du uns zur Seite, ob wir daran denken oder nicht.
Du begleitest uns und alle, die uns lieb und teuer sind.
Tag und Nacht leben wir alle von deiner Liebe;
so wertvoll ist in deinen Augen jeder Mensch.
Darum wollen wir – so gut wir können – mit allen Engeln und Heiligen
den Lobpreis deiner Herrlichkeit künden:

Sanctus

Guter Vater, du liebst uns über alle Maßen.
Darum hast du deinen Sohn zu uns gesandt und für uns in den Tod gegeben.
Erfülle nun diese unsere Gaben durch deinen Heiligen Geist,
denn wir wollen das Lebensopfer + Jesu Christi, unseres Herrn dankbar feiern.

Er nahm am Abend vor seinem Leiden im Kreis seiner Jünger das Brot,
dankte dir, seinem Vater, teilte das Brot
und gab es seinen Jüngern mit den Worten:

NEHMET UND ESSET ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB, DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.


Dann nahm er den Kelch mit Wein, dankte dir wieder,
reichte ihn seinen Freunden und erklärte ihnen:

NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.


Geheimnis des Glaubens:

Dafür und für alles, was du in deiner Liebe für uns getan hast
und weiterhin tust, wollen wir dir danken.
Nichts kann uns von deiner Liebe trennen.
Dein Sohn hat uns aufgetragen, diese Liebe in uns lebendig zu erhalten
und weiterzuschenken einander und allen Menschen.
In dieser Feier erneuert er seine Liebe in uns,
wenn er uns seinen Leib und sein Blut reicht,
um unsere Einheit mit ihm zu stärken.

Öffne uns, unseren Papst Franziskus, unsere Bischöfe
und alle Gläubigen für deinen Geist,
dass er uns erfülle mit deiner Liebe, dass er uns stärke zum Zeugnis für dich,
dass er uns begeistere zu einem Leben in der Nachfolge Jesu Christi.

Denn trotz all unserer Schwächen willst du mit uns in der Kirche dein Reich
der Liebe und des Friedens aufrichten,
dein Reich der Wahrheit und der Gerechtigkeit,
der Freiheit und der Freude, damit alle Menschen bereitet werden
für ihre Zukunft in der Herrlichkeit deiner neuen Welt.

Um dieses unvergängliche Glück
bitten wir für alle, die vor uns und mit uns auf dieser Erde gelebt haben.

Wir bitten dich für uns und alle Schwestern und Brüder:
Erweise deine Liebe zu uns über die Grenze des Todes hinaus
und lass uns mit allen Heiligen teilhaben am seligen Leben des Himmels.
Dort wollen wir dich im Geist verherrlichen durch deinen Sohn Jesus Christus.


Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, 
in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.


Vater Unser


Gott ass de Papp vun alle Mënschen. Keng Grenzen, keng Reliounen, kee politescht System kann des universal Bezéiung vu Gott zu eis verhënneren. An awer si mir Mënschen et ëmmer nees, déi Grenzen opriichten an nach net emol hëllefen, wann déi gréissten Nout ass. Biede mir ëm dat Noutwendegst fir d’Liewe fir all Mënschen an dëser Welt mat de Wierder vun eisem Här: Vater unser im Himmel, …


Friddensgebiet


Engem aneren d'Hand ze reeche fir Fridden ze schléissen, dat fält ganz dacks zimmlech schwéier. Onfridden awer mécht eis Séil krank. Onfridden isoléiert eis vun enaner. Dofir ass et gutt, wa mir et fäerdeg bréngen eis fir de Fridden op enaner zou ze beweegen an eis ze versönen. Weise mir elo och hei, dass mir dozou bereet sinn duerch een Zeeche vun Unerkennung. De Fridde sief mat iech all.


Schlussgebiet


Gott, vun dir kennt all Guddes. Du hues eis d’Brout vum Himmel geschenkt. Erhal eist Verlaangeren no dësem Brout, dat fir eist eigentlecht Liewe bäi dir steet. Dorëms biede mir duerch Jesus Christus, eisen Här. Amen.


Tu nous as donné, Seigneur, de goûter aux joies du ciel: fais que nous ayons toujours soif des sources de la vraie vie. Par Jésus.


Guter Gott, du hast uns gestärkt mit dem Brot des Lebens und mit dem Kelch des Heiles. In der Kraft dieser Speise können wir den Alltag bestehen und ausharren in der Hoffnung auf eine erfüllte Zukunft bei dir. Geleite uns dorthin durch Christus, unsern Herrn.


Mass vum 8. Februar
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